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Corpus amygdaloideum

Synonyme: Amygdala, Mandelkern
Englisch: amygdala

1 Definition

Das Corpus amygdaloideum ist ein Kerngebiet des Telencephalon. Es befindet sich im medialen Teil des Temporallappens - rostral des Unterhorns der Seitenventrikel - und gehört wie der Gyrus cinguli und Hippocampus zum limbischen System.

2 Hintergrund

Es wird davon ausgegangen, dass das Corpus amygdaloideum neue Informationen mit Emotionen verbindet. Bei einer Schädigung des Corpus amygdaloideum kommt es zu Gedächtnisstörungen.

Die wichtigste Efferenz der Amygdala ist die Stria terminalis. Sie zieht C-förmig um den Thalamus herum zum Hypothalamus und anderen Kerngebieten.

Tierexperimentelle Studien weisen darauf hin, dass zwei verschiedene Teile dieses Hirnareals unterschiedliche Funktionen haben: Die basolaterale Amygdala (BLA) ist für kalkuliertes Handeln zuständig, während die zentral-mediale Amygdala (CMA) eher das Impuls-gesteuerte gefühlsmäßige Verhalten steuert.

3 Klinik

Eine genetisch bedingte Verkalkung der Amygdala führt zum sehr seltenen Urbach-Wiethe-Syndrom. Auffälligkeiten wie soziopathische Verhaltensweisen sind bei dieser Erkrankung mögliche Symptome.[1][2][3] Zusätzlich treten Hautveränderungen und Schleimhautveränderungen wie Dysphonie auf.

4 Quellen

  1. R. A. Emsley, L. Paster: Lipoid proteinosis presenting with neuropsychiatric manifestations. In: J Neurol Neurosurg Psychiatry. 48, 1985, S. 1290–1292. PMID 4087005
  2. H. J. Markowitsch u. a.: The amygdala’s contribution to memory-a study on two patients with Urbach-Wiethe disease. In: Neuroreport. 5, 1994, S. 1349–1352. PMID 7919196
  3. M. Siebert u. a.: Amygdala, affect and cognition: evidence from 10 patients with Urbach-Wiethe disease. In: Brain. 126, 2003, S. 2627–2637. PMID 12937075

Fachgebiete: Zentralnervensystem

Diese Seite wurde zuletzt am 9. März 2021 um 12:27 Uhr bearbeitet.

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