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Chloasma hormonale

1 Definition

Als Chloasma hormonale bezeichnet man eine Hyperpigmentierung der Haut, die durch Hormone, vor allem durch Östrogene ausgelöst wird. Tritt es in der Schwangerschaft bzw. im Klimakterium auf, spricht man auch von einem Chloasma gravidarum bzw. Chloasma climacterium.

2 Klinik

Das Chloasma hormonale tritt als flächenhafte, scharf begrenzte, aber unregelmäßig konturierte Hyperpigmentierung auf - vorzugsweise im sonnenexponierten Gesichtsarealen (Stirn, Wangen, Schläfe und Oberlippe). Die Farbe kann von blassgelb bis tiefbraun variieren. Frauen mit dunklem Hauttyp sind häufiger betroffen.

3 Therapie

3.1 Allgemeinmaßnahmen

Schwangerschaftschloasmen bilden sich nach der Schwangerschaft meist spontan zurück, wobei jedoch mehrere Jahre verstreichen können. In der Zwischenzeit ist ein Überschminken der betroffenen Hautstellen (Camouflage) häufig die pragmatischste Lösung. Wichtig ist ein adäquater Lichtschutz. Direkte Sonnenexposition sollte vermieden und Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor und/oder entsprechende schattengebende Kleidung verwendet werden.

Entsteht ein Chloasma hormonale durch externe Östrogengabe, werden - soweit nicht medizinisch notwendig - zunächst die auslösenden Hormone abgesetzt.

3.2 Medikamentöse Therapie

  • Depigmentierungsmittel: Die Anwendung von 2-5% Hydrochinon-Salbe kann zur Rückbildung der Hyperpigmentierung führen. Ein Therapieerfolg zeigt sich jedoch häufig erst nach mehreren Monaten. Als Nebenwirkung kann es zu einer unregelmäßigen Hautpigmentierung oder zu einer dauerhaften Depigmentierung kommen.
  • Tretinoin: Tretinoin-Salbe mit einer Konzentration von 0,05% - 0,1% wird bei postinflammatorischen Hyperpigmentierungen eingesetzt. Auch beim Chloasma hormonale konnte in einigen Fällen eine Besserung erzielt werden.
  • Azelainsäure: Der Off-Label-Use von 15-20%iger Azelainsäure kann nach 2-4 wöchiger Therapie zu einer Abblassung der Läsionen führen.

Diese Seite wurde zuletzt am 27. Juni 2014 um 08:51 Uhr bearbeitet.

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