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Caninus (Veterinärmedizin)

Synonyme: Dens caninus, Eckzahn, Hakenzahn
Englisch: canine

1 Definition

Unter Caninus versteht man in der Veterinärmedizin einen Zahn im Gebiss eines Tieres, der sich zwischen dem letzten Schneidezahn (Inzisivus) und dem vordersten Backenzahn (Prämolar) befindet.

2 Anatomie

Canini sind einfach gebaute (haplodonte) Zähne und bestehen aus einer Zahnkrone, einem Zahnhals und einer Zahnwurzel. Sie weisen tierartspezifische Besonderheiten auf, wobei maximal ein Eckzahn pro Quadrant ausgebildet ist.

3 Tierartspezifische Besonderheiten

Beim Hund und anderen Fleischfressern sind die Eckzähne als Fangzähne besonders groß und kräftig gebaut. Beim Schwein nehmen die Canini ebenso eine besondere Stellung ein. Bei dieser Tierart werden sie aufgrund ihrer Ausprägung auch als Hauer oder Gewehre bezeichnet. Beim Eber handelt es sich um wurzellose Zähne, die zeitlebens wachsen. Bei der Sau sind diese Zähne deutlich kleiner, bilden nach ca. zwei Jahren Wurzeln aus und beenden dann ihr Wachstum.

Bei Pferden sind die Eckzähne vor allem bei männlichen Tieren ausgebildet, während sie bei Stuten häufig fehlen. Wiederkäuer besitzen im Oberkiefer ebenso keine Canini, wohingegen sie im Unterkiefer dicht an die Schneidezähne grenzen und dadurch auch deren Gestalt gleichen.

4 Quellen

  • Salomon FV, Geyer H, Uwe G. 2008. Anatomie für die Tiermedizin. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. ISBN: 978-3-8304-1075-1

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Diese Seite wurde zuletzt am 29. Juli 2021 um 11:38 Uhr bearbeitet.

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