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Blutbildende Organe

Synonym: blutbildendes System

1 Definition

Die blutbildenden Organe sind die Organe des menschlichen Körpers, in denen die Hämatopoese (Blutbildung) stattfindet.

Mit den Erkrankungen der blutbildenden Organe beschäftigt sich die Hämatologie bzw. Hämatoonkologie.

2 Hintergrund

Das wichtigste blutbildende Organ ist das Knochenmark (Medulla ossium). Dabei handelt es sich um ein schwammartiges Gewebe, das man im Innenraum vieler Knochen findet. Es beherbergt die eigentlichen Funktionsträger der blutbildenden Systems, die hämatopoetischen Stammzellen (HSC). Die Ausgangszellen dieses Stammzellpools sind multipotent, d.h. sie können sich zu verschiedenen Blutzellreihen differenzieren.

In der Fetalzeit und bei einem Ausfall des Knochenmarks im späteren Leben kann die Blutbildung auch in der Leber und in der Milz stattfinden ("extramedulläre Hämatopoese"). Nach neueren Erkenntnissen (2017) soll an der Thrombozytopoese auch die Lunge beteiligt sein.[1]

3 Quellen

  1. Emma Lefrançais et al.: The lung is a site of platelet biogenesis and a reservoir for haematopoietic progenitors. Nature 544, 105–109 (06 April 2017) doi:10.1038/nature21706 Published online 22 March 2017

Fachgebiete: Allgemeine Anatomie

Interessant. Habe ich gleich mal ergänzt.
#2 am 26.07.2017 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Gast
Jedenfalls in Mäusen ist daran wohl auch die Lunge beteiligt. (http://www.nature.com/nature/journal/v544/n7648/full/nature21706.html)
#1 am 23.07.2017 von Gast (Student/in der Humanmedizin)

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