Vom 12. bis 28. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Zur Zeit steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Biopsie

von altgriechisch: βίος (bios) - Leben; ὄψις (ópsis) - Sehen
Synonym: Gewebeprobenentnahme
Englisch: biopsy

1 Definition

Mit dem Begriff Biopsie bezeichnet man die Entnahme und anschließende histologische bzw. zytologische oder laborchemische Untersuchung einer Gewebeprobe.

Die Gewebeprobe selbst nennt man Biopsat oder Bioptat, den Vorgang der Entnahme biopsieren.

2 Einteilung

2.1 ...nach Entnahmetechnik

Je nach Entnahmetechnik unterscheidet man verschiedene Biopsie-Formen:

Wird die Biopsie mit Hilfe einer Hohlnadel (Punktionskanüle) durchgeführt, spricht man auch von einer Punktion.

Die Liquid Biopsy spielt insofern eine Sonderrolle, als dass sie nicht den Tumor selbst biopsiert, sondern von ihm abgelöste Tumorzellen im peripheren Blut anreichert, isoliert und anschließend molekularbiologisch untersucht.

2.2 ...nach Organ

3 Vorgehen

Eine Biopsie tieferer Gewebeschichten kann durch die Haut (transkutan) oder unter Anlage eines kleinen Hautschnitts (z.B. bei weitlumigen Biopsienadeln) gemacht werden. Vor dem Einführen der Biosienadel wird die Haut desinfiziert und ggf. eine Lokalanästhesie gesetzt.

Die Biopsienadeln werden entweder palpatorisch, d.h. ohne Sichtkontrolle ("blind") eingebracht oder unter Sichtkontrolle mit bildgebenden Verfahren.

4 Komplikationen

Die möglichen Komplikationen einer Biopsie sind abhängig von der genauen Entnahmestelle und vom gewählten Verfahren. Gewebentnahmen aus schwer zugänglichen oder empfindlichen Körperregionen (z.B. Lunge) sind mit größeren Risiken behaftet. Zu den allgemeinen Komplikationen zählen:

5 Bedeutung

Durch die Biopsie wird mittels einer pathohistologischen Untersuchung bei verdächtigen Gewebeveränderungen die Diagnose gesichert und der weitere Verlauf der Therapie geplant. Da es sich meist um kleine Gewebeproben handelt, ist die Aussagekraft einer Biopsie davon abhängig, ob die Gewebeveränderungen erfasst wurden oder nicht.

Bei bestimmten suspekten Befunden oder um die antineoplastische Therapie an den Verlauf der Tumorerkrankung anzupassen, kann manchmal eine Rebiopsie notwendig sein.

Diese Seite wurde zuletzt am 13. November 2018 um 00:01 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

23 Wertungen (3.91 ø)

92.046 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: