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Backe (Veterinärmedizin)

Synonyme: Wangen, Buccae (plur.)
Englisch: cheek

1 Definition

Die Backen der Haussäugetiere bilden die laterale Begrenzung der Mundhöhle (Cavum oris).

2 Anatomie

Die Backen formen die Außenwand des Backenvorhofes und sind am Alveolarrand des Ober- und Unterkiefers im Bereich der Backenzähne angeheftet. Sie reichen vom Lippenwinkel (Angulus oris) bis zur Kieferfalte (Plica pterygomandibularis), einer Schleimhautfalte, die hinter dem letzten Backenzahn vom Gaumen zum Unterkiefer überspringt. Topographisch bilden sie die Regio buccalis.

2.1 Aufbau

Der kaudale Backenteil enthält den starken Musculus masseter. Ähnlich den Lippen (Labia oris) sind auch die Backen dreischichtig aufgebaut:

Am Vorderrand des Musculus masseter liegt auf dem Musculus buccinator ein Fettkörper, das Corpus adiposum buccae. Unter diesem befindet sich beim Fleischfresser und Schwein das sogenannte Juxtaorale Organ, dessen Funktion bis dato (2018) ungeklärt ist.

3 Histologie

Beim Wiederkäuer erheben sich auf der Backenschleimhaut kräftige, verhornte, kegelförmige und nach kaudal gerichtete Papillen, die rostral bis auf die Lippen reichen. Die Backendrüsen (Glandulae buccales) sind meist zwischen der Schleimhaut und den Backenmuskeln oder zwischen die Schichten der Muskulatur eingebettet. Meist ist eine dorsale bzw. maxillare und eine ventrale bzw. mandibulare Gruppe vorhanden. Beim Wiederkäuer findet man zusätzlich noch eine intermandibulare Gruppe.

Die Backenschleimhaut trägt eine kleine Papille, auf welcher der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) mündet.

4 Klinik

Bei einer Lähmung des Musculus buccinator kann die Backenschleimhaut aufgrund des fehlenden Muskeltonus zwischen die Zahnreihen geraten und beim Kauen verletzt werden.

5 Literatur

  • Nickel, Richard, Schummer, August, Seiferle, Eugen. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere, Band II: Organsysteme. Parey Verlag, 2003.
  • Salomon, Franz-Viktor, Geyer, Hans, Gille, Uwe. Anatomie für die Tiermedizin. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Enke-Verlag, 2008.

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