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Testosteron

aus DocCheck Flexikon, dem Medizinlexikon zum Mitmachen

Synonym: T
Englisch: testosterone

1 Definition

Testosteron ist ein Steroidhormon und das wichtigste Androgen. Es wird in den Leydigschen Zwischenzellen des Hodens, im Ovar und in der Nebennierenrinde produziert.

2 Chemie

Testosteron hat die Summenformel C19H28O2 und eine molare Masse von 288,43 g/mol.

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3 Physiologie

Testosteron wird beim Mann zu mehr als 95% in den Leydig-Zellen des Hodens gebildet, nur zu einem geringen Teil in den Nebennieren. Bei der Frau werden dagegen vergleichsweise geringe Mengen in den Nebennieren und in den Thekazellen des Ovars produziert. Während der Schwangerschaft ist auch die Plazenta beteiligt.

Die Bildung von Testosteron beim Mann wird durch einen Regelkreis gesteuert, in dem das Hormon LH die Testosteronsekretion aus den Leydig-Zellen stimuliert. Umgekehrt hemmt im Sinne einer Gegenkoppelung im Plasma vorkommendes Testosteron mit steigender Konzentration zunehmend die LH-Sekretion aus der Hypophyse.

In peripheren Geweben wird Testosteron durch die 5α-Reduktase in das wirksamere 5α-Dihydrotestosteron umgewandelt.

Testosteron beeinflusst Wachstum, Differenzierung, Libido, Potenz und viele weitere körperliche und psychische Funktionen.

4 Biosynthese

Wie bei anderen Steroidhormonen geht die Biosynthese des Testosterons von Cholesterin aus. Im ersten Schritt entsteht durch oxidative Spaltung der Seitenkette des Cholesterins in den Mitochondrien Pregnenolon. Danach werden im endoplasmatischen Retikulum zwei Kohlenstoffatome durch das Enzym Steroid-17α-hydroxylase (Cytochrom P450 17A1) entfernt. Durch anschließende Oxidation der 3β-Hydroxylgruppe entsteht Androstendion. Im letzten und geschwindigkeitsbestimmenden Reaktionschritt wird die Ketogruppe an C17 von der 17β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase reduziert, wobei Testosteron entsteht.

5 Referenzbereich

Der Testosteronspiegel im Blutserum folgt einem zirkadianen Verlauf, mit einem Maximum am frühen Morgen und einem Minimum am Nachmittag.

Bei gesunden Erwachsenen beträgt der Referenzbereich für

  • Testosteron: 10,4 - 41,6 nmol/l (300 - 1.200 ng/dl) bei Männern
  • Testosteron: 0,7 - 2,6 nmol/l (20 - 75 ng/dl) bei Frauen
  • Freies Testosteron: 52 - 156 pmol/l (15 - 45 pg/ml) bei Männern
  • Freies Testosteron: 3,5 - 10,4 pmol/l (1 - 3 pg/ml) bei Frauen

Die Referenzbereiche sind methodenabhängig. Ausschlaggebend ist der vom jeweiligen Labor angegebene Referenzwert.

Das freie, physiologisch aktive Testosteron macht nur rund 1-2% des Gesamttestosterons aus. Der größere Teil ist an Albumin (33%) und SHBG (65%) gebunden. Das freie Testosteron kann nach Bestimmung von Gesamttestosteron, SHBG und Albumin durch die Vermeulen-Formel berechnet werden. Im klinischen Alltag wird das freie Testosteron im Blut oft durch den freien Androgenindex abgebildet.

6 Umrechnung

Autoren: http://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Testosteron&action=history

Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Testosteron

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