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Glaukom

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nach altgriechisch: glaukós - grau, silbrig
Synonym: Grüner Star
Englisch: glaucoma

1 Definition

Glaukom ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen des Auges, die mit einer Druckschädigung des Nervus opticus (Optikusneuropathie) und damit verbundenen Gesichtsfeldausfällen und Veränderungen der Sehnervenpapille einhergehen.

2 Epidemiologie

Die Prävalenz des Glaukoms beträgt ca. 1 % der bundesdeutschen Bevölkerung. Etwa 10 % der über 40 Jahre alten Bevölkerung haben als Risiko für die Entwicklung des Glaukoms einen erhöhten Augeninnendruck.

Die Früherkennung des Glaukoms durch regelmäßige Messungen des Augeninnendruckes ist eine Maßnahme zur Prävention der Erblindung. Das Glaukom ist in Industriestaaten nach dem Diabetes mellitus (diabetische Retinopathie) die zweithäufigste Ursache für Erblindung.

3 Einteilung

Grundsätzlich werden primäres und sekundäres Glaukom unterschieden.

  • Primäres Glaukom - tritt eigenständig auf und ist nicht Folge einer anderen Augenerkrankung.
  • Sekundäres Glaukom - tritt als Folge einer vor bestehenden Augenerkrankung oder als unerwünschte Nebenwirkung eines Medikaments, ärztlichen Eingriffs oder traumatisch bedingt auf.

Basierend auf dieser Grundeinteilung können verschiedene Glaukom-Entitäten unterschieden werden:

Ein Sonderfall ist das bei Geburt vorliegende kongenitale Glaukom.

Die verschiedenen Glaukomformen unterscheiden sich zum Teil beträchtlich hinsichtlich ihrer Ätiologie und Therapie, sodass ihre eigenständige Betrachtung sinnvoll ist.

4 Pathogenese

Die Pathogenese des Glaukoms steht in engem Zusammenhang mit dem Abfluss des Kammerwassers. Es entsteht durch die gestörte Homöostase des Kammerwassergehaltes im Auge. Produktion und Abfluss des Kammerwassers sind wiederum bestimmend für den Augeninnendruck. Unter normalen Umständen beträgt der durch das Kammerwasser aufrechterhaltene Augeninnendruck weniger als 22 mmHg (Grenzwert). Bei Augeninnendruckwerten zwischen 22 und 26 mmHg besteht der Verdacht auf ein Glaukom, Werte über 26 mmHg sind immer pathologisch.

Ein erhöhter Augeninnendruck (Okuläre Hypertension) ist bei den meisten Formen des Glaukoms festzustellen, jedoch nicht Bestandteil der Definition. Viele Glaukompatienten haben nie einen erhöhten Augeninnendruck und ein erhöhter Augeninnendruck führt nicht zwangsweise zu einem Glaukom.

Das Kammerwasser wird im Ziliarkörper produziert und in die Augenhinterkammer sezerniert, passiert auf dem Weg in die Augenvorderkammer die Pupille (Pupillarwinkel) und fließt zum größten Teil durch das im Winkel zwischen Cornea und Iris gelegene Trabekelwerk (Trabeculum corneosclerale) in den Schlemm-Kanal ab. Ein kleiner Teil des Kammerwassers fließt unter Umgehung dieses Weges in die Venen der Sclera ab.

Bei einer Blockade der Kammerwasserpassage im Pupillarwinkel besteht ein sogenanntes Winkelblockglaukom, bei einem Passagehindernis im Trabekelwerk hingegen ein Offenwinkelglaukom.

Ein bestehendes Glaukom führt unbehandelt zur fortschreitenden Schädigung des Nervus opticus und folglich zur Erblindung des Betroffenen.

5 Diagnostik

Die Diagnostik des Glaukoms dient neben der Abklärung der genauen Glaukom-Entität und der daraus abzuleitenden Therapie vor allem auch der Objektivierung einer eventuell bereits vorliegenden Schädigung des Nervus opticus:

6 Therapie

Ziel der Therapie ist eine Senkung des Augeninnendrucks. Bei sekundären Glaukomen steht die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund. Therapeutische Maßnahmen können sein:

Autoren: http://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Glaukom&action=history

Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Glaukom

Fachgebiete: Augenheilkunde

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