Flucytosin
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1 Definition [bearbeiten]
Flucytosin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Pyrimidin-Antimykotika.
2 Wirkmechanismus [bearbeiten]
In der Pilzzelle wird Flucytosin zu 5-Fluorouracil reduziert, was als falscher Baustein in die RNA eingebaut wird und somit das Zellwachstum hemmt.
3 Indikation [bearbeiten]
Behandlung von Mykosen, insbesondere Systemcandidosen (Candidämie, Candidurie, disseminierte und andere invasive Candida-Infektionen), Kryptokokken-Meningitis, Chromoblastomykose, Aspergillose
4 Nebenwirkungen [bearbeiten]
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Diarrhoe
- Allergie
- Hautausschlag
- selten Lyell-Syndrom
- Blutbildveränderungen (Anämie, Leukopenie, Granulozytopenie, selten Agranulozytose, Thrombozytopenie)
- Anstieg der Leberenzyme
- Selten Halluzinatonen
- Schwindel
- Kopfschmerzem
- Müdigkeit
- Selten ulcerierende Colitis und Darmperforation
- Hepatomegalie und Leberzellnekrosen mit letalem Ausgang
- myokardiale Toxizität
- ventrikuläre Dysfunktion
- Krämpfe
- Reversibler Anstieg der Serum-Transaminasen.
Schwere Nebenwirkungen treten vor allem bei erhöhten Serumkonzentrationen von Flucytosin, z. B. bei Niereninsuffizienz oder in Kombination mit Amphotericin B und anderen potentiell nephrotoxischen Substanzen.
Tags: Antimykotikum
Fachgebiete: Arzneimittel
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