Felbamat
Handelsnamen: Taloxa® u.a.
Englisch: Felbamate
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1 Definition [bearbeiten]
Felbamat ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Antikonvulsiva.
2 Indikationen [bearbeiten]
Im Rahmen der Epilepsie-Therapie kann es bei fokalen sowie generalisierten Epilepsie-Anfällen verabreicht werden. Die Hauptindikationen für eine Verschreibung von Felbamat stellen aufgrund der starken und lebensbedrohlichen Nebenwirkungen jedoch das Lennox-Gastaut-Syndrom sowie ein therapieresistentes West-Syndrom dar.
3 Allgemeines [bearbeiten]
Felbamat wird oral eingenommen und weist eine Bioverfügbarkeit von über 90% auf. Die Metabolisierung erfolgt in der Leber, wobei die Plasmahalbwertszeit durchschnittlich 21 Stunden beträgt. Der Eliminationsweg ist nicht detailliert bekannt.
4 Wirkmechanismus [bearbeiten]
Der genaue Wirkmechanismus von Felbamat ist bislang nicht vollständig erforscht. Man vermutet, dass es an exzitatorischen Rezeptoren als inhibitorischer Antagonist wirkt und die Glycin-Bindestelle des NMDA-Rezeptors blockiert, so dass die GABAerge Erregungsübertragung in den Vordergrund tritt. Dies resultiert in einem Ausbleiben zusätzlicher Aktionspotentiale und einer damit einhergehenden antikonvulsiven Wirkung.
5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen [bearbeiten]
- Übelkeit, Erbrechen
- Müdigkeit, Somnolenz, Kopfschmerzen
- Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Konzentrationsstörungen
- Akkommodationsstörungen
- Aplastische Anämie (mit 30% tödlichen Verläufen)
- Hepatotoxizität (mit 70% tödlichen Verläufen)
Die unerwünschten Arzeimittelwirkungen treten deutlich gehäuft auf. Das Gesamtsterblichkeitsrisiko liegt bei 1:5500.
6 Kontraindikationen [bearbeiten]
- Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff
Tags: Epilepsie
Fachgebiete: Arzneimittel
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