HWS-Syndrom
(Weitergeleitet von Zervikalsyndrom)
Synonym: Halswirbelsäulenkrankheit, Halswirbelsäulensyndrom, Zervikalsyndrom
Englisch: tension neck syndrome
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition [bearbeiten]
HWS-Syndrom ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl sehr unterschiedlicher orthopädischer und/oder neurologischer Symptomenkomplexe, die von der Nacken-Schulter-Armregion ausgehen.
2 Einteilung [bearbeiten]
HWS-Syndrome lassen sich nach mehreren Dimensionen einteilen.
2.1 ...nach Verlauf [bearbeiten]
- akutes HWS-Syndrom
- chronisches HWS-Syndrom
2.2 ...nach Schmerzausstrahlung [bearbeiten]
- lokales HWS-Syndrom
- pseudoradikuläres HWS-Syndrom
- radikuläres HWS-Syndrom
2.3 ...nach Lokalisation [bearbeiten]
- oberes HWS-Syndrom
- unteres HWS-Syndrom
2.4 ...nach Ursache [bearbeiten]
- funktionelles HWS-Syndrom (-> Fehlhaltung)
- degeneratives HWS-Syndrom (-> Verschleiß)
- posttraumatisches HWS-Syndrom (-> Unfall)
3 Ursachen [bearbeiten]
Ein HWS-Syndrom ist häufig durch degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule bedingt, die zur Reizung der zervikalen Spinalnerven führen. Es kann jedoch auch funktionell, d.h. ohne klinisch nachweisbare, morphologische Veränderungen am Skelett auftreten. Mögliche Ursachen sind:
- Degenerative Veränderungen der HWS (Spondylose, Osteophyten)
- Schleudertrauma (HWS-Distorsion)
- Funktionelle Verspannung der Nackenmuskulatur
- Zervikaler Bandscheibenvorfall (selten)
- Tumoren
- Wirbelsäulenoperationen
- Facettensyndrom
- Segmentale Dysfunktionen ("Blockierung")
- Osteochondrose
4 Symptome [bearbeiten]
Die Symptomatik des HWS-Syndroms ist vielschichtig. HWS-Syndrome können mit oder ohne neurologische Störungen auftreten. Zu den typischen Symptomen zählen u.a.:
- Hals- bzw. Nackenschmerzen, häufig mit Ausstrahlung in den Arm
- Myogelosen
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Parästhesien, Hypästhesien (Kribbeln, Taubheitsgefühl)
- Sehstörungen
- Ohrgeräusche
In schweren Fällen können zusätzlich Paresen im Bereich der Arme auftreten.
5 Therapie [bearbeiten]
Die Therapie - vor allem des chronischen HWS-Syndroms - ist häufig langwierig und unbefriedigend. Neben den hier besprochenen Maßnahmen spielt die Prophylaxe durch regelmäßige Bewegung und Vermeiden einer falschen Körperhaltung eine wichtige Rolle. Das gilt vor allem bei funktionellen Beschwerden.
5.1 Nicht-medikamentöse Therapie [bearbeiten]
5.1.1 Physiotherapie [bearbeiten]
Die Physiotherapie (Krankengymnastik) des HWS-Syndroms dient der Schmerzlinderung, der Muskelentspannung und dem gezielten Muskelaufbau. Sie umfasst unter anderem Massagen, vorsichtige Traktion der Halswirbelsäule, isometrische Übungen zur Kräftigung der Halsmuskulatur und das Erlernen eines rückengerechten Alltagsverhaltens.
5.1.2 Thermotherapie [bearbeiten]
Die Thermotherapie wird beim HWS-Syndrom meist in Form einer Wärmetherapie durchgeführt. Dabei kommen Rotlicht und erwärmte Kissen oder Kompressen zum Einsatz.
5.2 Medikamentöse Therapie [bearbeiten]
Fachgebiete: Orthopädie
Um diesen Artikel zu kommentieren, melden Sie sich bitte an.
Videos & Web-TV
![]() | MEDICA HWS-Helm 11.11.2009, DocCheck TV Redaktion Dauer: 03:13 min |
![]() | Ohrakupunktur II 18.03.2009, DocCheck TV Redaktion Dauer: 59:28 min |
![]() | Neue Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA) I 18.03.2009, DocCheck TV Redaktion Dauer: 54:01 min |
![]() | Neue Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA) III 18.03.2009, DocCheck TV Redaktion Dauer: 56:05 min |






