Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Vater-Pacini-Körperchen

nach dem deutschen Anatomen Abraham Vater (1684–1751) und dem italienischen Anatomen Filippo Pacini (1812–1883)
Englisch: pacinian corpuscle

1 Definition

Vater-Pacini-Körperchen sind schnell adaptierende Mechanorezeptoren. Sie vermitteln vor allem Vibrationsempfindungen.

2 Morphologie

Vater-Pacini-Körpercherchen haben eine ovoide, im Längsschnitt ovale Grundform, deren Längsdurchmesser etwa 1 mm beträgt. Sie bestehen aus rund 20-60 dünnen, zwiebelschalenartigen Lamellen, die sich konzentrisch um das marklose Ende einer markhaltigen Nervenfaser anordnen. Außen werden sie von einer Bindegewebskapsel umschlossen.

Die Lamellen bestehen aus modifizierten, abgeplatteten Schwann-Zellen. Sie sind durch dünne Lagen aus interstitieller Flüssigkeit getrennt, die feine Kollagenfasern und Glykoproteine enthalten. Im Inneren des Lamellenkörpers befindet sich ein flüssigkeitsgefüllter Raum, in dem das freie Neuron flottiert.

3 Vorkommen

Vater-Pacini-Körperchen kommen vor allem in der Subkutis (Unterhaut) vor. Man findet sie aber auch in einer Reihe anderer Gewebe bzw. Organe, beispielsweise:

4 Physiologie

Vater-Pacini-Körperchen gehören zu den schnell adaptierenden Mechanorezeptoren. Sie reagieren auf Druckveränderungen und Vibrationen - dauerhaften, konstanten Druck nehmen sie nicht wahr. Jede Verformung des Rezeptors führt zur Konformationsänderung drucksensitiver Natriumkanäle in der Nervenzellmembran. Der resultierende Natriumeinstrom löst dann das Aktionspotential aus.

Vater-Pacini-Körperchen zeigen ein besondere Form der Reizwahrnehmung. Der spezielle Aufbau führt offenbar dazu, dass nicht die Steilheit des Reizveränderung, sondern die Änderung der Anstiegssteilheit eines Reizes erfasst wird. Das entspricht physikalisch der Beschleunigung. Entfernt man die lamellenartige Hülle, so zeigen die nun freien Nervenendigungen eine einfache Proportionalität d.h. eine deutlich weniger ausgeprägte Adaption.

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