Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Vasovagale Synkope

Synonym: vagovasale Synkope
Englisch: vasovagal syncope

1 Definition

Als vasovagale Synkope bezeichnet man eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope) in Folge eines überschießenden Vagotonus.

2 Epidemiologie

Die vasovagale Synkope gilt als häufigste Ursache der Synkope.

3 Ätiolopathogenese

Auslöser der vasovagalen Synkope können langes Stehen, Emotionen wie Schreck- oder Schmerzerlebnisse und körperliche Belastungssituationen (neurokardiogene Synkope), sowie viszerale Reflexe im Rahmen der Defäkation, der Miktion (Miktionssynkope) oder des Schluckvorganges (Schlucksynkope) sein. In Folge der kardioinhibitorischen (negative Chronotropie, Dromotropie und Bathmotropie) Wirkung des Nervus vagus sowie der Hemmung des Sympathikus (Vasodilatation), kommt es zum Versacken des Blutes in die Peripherie und einer kurzzeitigen Unterversorgung des Gehirns.

4 Klinik

Die Symptome entsprechen den Allgemeinsymptomen der Synkope, die mit unspezifischen Prodromi vergesellschaftet sein können. (siehe dort)

5 Diagnostik

Auf Grundlage des anamnestischen Befundes und der körperlichen Untersuchung ist eine kardiale Ursache zunächst auszuschließen.

Der Nachweis erfolgt mittels Provokation im Kipptisch-Versuch unter fortlaufender Registrierung von Herzfrequenz und Blutdruck.

Differentialdiagnostisch gilt die Abgrenzung gegenüber der orthostatischen Dysregulation.

Fachgebiete: Kardiologie, Neurologie

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#2 am 14.08.2013 von Maria Fischer (Nichtmedizinische Berufe)
Was hier steht über die Pathogenese ist nicht ganz korrekt. Der Vagus hat keine vasodilatatorische Wirkung. Diese kommt durch eine zusätzliche Hemmung des Sympathicus zu Stande.
#1 am 11.08.2013 von Dr. med. Hansjoerg Hungerbuehler (Arzt)

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