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Transistorische Ischämische Attacke

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Bei der transistorischen ischämischen Attacke, kurz TIA, handelt es sich um eine in ihrer Symptomatik dem Schlaganfall ähnelnde, vorübergehende neurologische Störung, welche auf eine Mikroembolie im Gehirn zurück zu führen ist. Der Definition nach dauert eine TIA nicht länger als 24 Stunden, im Schnitt liegt die Dauer bei etwa einer bis zwei Stunden. Bei länger anhaltender Symptomatik spricht man von einem prolongierten reversiblen ischämischem neurologischen Defizit (PRIND),

2 Epidemiologie

Die TIA tritt am häufigsten zwischen dem 60. Und 70. Lebensjahr auf. Sie gilt als Vorbote eines echten Schlaganfalls und sollte dringend abgeklärt werden. Von Patienten, die eine TIA erlitten haben, bekommen 21% einen Schlaganfall innerhalb des nächsten Monats und 51% innerhalb des nächsten Jahres.

3 Ätiologie

Eine TIA entsteht durch eine Unterversorgung mit Sauerstoff bestimmter Hirnareale (Ischämie). Ursache hierfür sind hauptsächlich Mikroembolien, welche in zerebrale Gefäße eingeschwemmt werden und diese oblitieren, oder Gefäßspasmen, wie etwa bei einem Migräneanfall. Die Ischämie ist in einem bestimmten Zeitfenster tolerabel (Gehirn etwa 5-8 Minuten), entstandene Symptome können sich ohne bleibende Schäden vollständig zurückbilden.

4 Symptome

Die Symptome einer TIA entsprechen denen eines kompletten Schlaganfalls, sind jedoch meist nicht maximal ausgeprägt. Hierzu gehören plötzlich auftretende

sowie

Per definitionem bilden sich alle Ausfälle innerhalb von 24 Stunden vollständig zurück.

5 Diagnostik

Aufgrund der kurzen Symptomperiode ist es schwer, eine akute TIA zu diagnostizieren. Somit liegt der Schwerpunkt auf der Anamnese und der klinischen Untersuchung des Patienten. Eine bekannte Arrhythmie oder Koronare Herzkrankheit in der Anamnese erhärten der Verdacht einer TIA bei gegebenen Symptomen. Die beste technische Methode bietet das MRT mit Diffusionsgewichtung zur Bestimmung der Quantität von mangelperfundiertem Hirngewebe, die Sensitivität liegt hier jedoch auch nur bei 50%. Weitere Methoden sind die

6 Therapie

Bei einer akuten TIA besteht die Möglichkeit einer medikamentösen Lyse des Embolus oder eines operativen Eingriffs zur Entfernung (Thrombendarteriektomie). Hauptziel der Folgebehandlung muss sein, das Entstehen von Mikroemboli zu verhindern. Hierzu ist die Medikation mit Ticlopidin (Thrombozytenaggregationshemmer, der Acetylsalicylsäureüberlegen) oder Acetylsalicylsäure.

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