Das Medizinlexikon zum Medmachen

Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Vom 24. September bis 12. August steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Summer Break

Liebe Autoren,

es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Tonsillenkarzinom

Synonym: "Mandelkrebs"

1 Definition

Das Tonsillenkarzinom ist eine maligne Neubildung an den Gaumenmandeln (Tonsillae palatinae).

2 Epidemiologie

Die Inzidenz des Oropharynxkarzinoms liegt zwischen 0,5 und 2 Fällen auf 100.000 Menschen. Männer sind dreimal so häufig betroffen wie Frauen. Die meisten Menschen sind bei Diagnose eines Tonsillenkarzinoms zwischen 60 und 70 Jahre alt.

3 Pathologie

Tonsillenkarzinome gehören zur Obergruppe der Kopf-Hals-Tumore, genauer gesagt zu den Oropharynxkarzinomen, wozu auch noch das Gaumenkarzinom, sowie das Zungengrundkarzinom gehören. Wie bei anderen Krebsarten aus dem Hals-Nasen-Ohrenbereich handelt es sich meistens um Plattenepithelkarzinome. Seltener werden andere Formen wie das Adenokarzinom, das Mukodermoidkarzinom oder maligne Lymphome beobachtet. Bei einem CUP-Syndrom im Kopf-Hals-Bereich sind Tonsillenkarzinome häufig der verursachende Primärtumor.

4 Ätiologie

Eines der größten Risiken für die Neubildung des Tonsillenkarzinoms ist der Genuss von Tabak. Daneben ist ein regelmäßiger Alkoholkonsum ebenfalls begünstigend für den Ausbruch. Etwa 85% der Menschen, die an einem Oropharynxkarzinom leiden, geben anamnestisch Tabak und Alkohol als Genussmittel an. Daneben wurde festgestellt, dass eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus (HPV) das Risiko ebenfalls signifikant steigert. Im Gegensatz zum Mundbodenkarzinom ist ein Zusammenhang mit schlechter Mundhygiene, scheuernden Zahnprothesen und dem Auftreten des Tonsillenkarzinoms nicht belegt.

5 Symptome

6 Diagnose

6.1 Klassifikation

  • T1: Tumor höchstens 2 cm groß
  • T2: Tumor zwischen 2 cm und 4 cm
  • T3: Tumor größer als 4 cm
  • T4: Tumor hat umliegende Strukturen infiltriert (unabhängig von Größe). Diese Strukturen können Halsweichteile, Wange oder z. B. die Zungengrundmuskulatur sein

7 Therapie

Die Therapie besteht in der Regel aus der chirurgischen Entfernung der Mandeln mit Exzision des umliegenden Gewebes unter Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstands. Ggf. vorhandene Metastasen werden mit einer begleitenden Neck-Dissection bzw. im Rahmen einer En-bloc-Resektion erfasst - die Metastasierung erfolgt fast ausschließlich über den Lymphweg. Weitere Therapieoptionen sind:

8 Prognose

Die Prognose ist stark abhängig vom Tumorstadium zum Zeitpunkt der Diagnosestellung. Prognostisch entscheidend ist, ob bereits Metastasen vorliegen. Grob lassen sich folgende Prognosen hinsichtlich der 5-Jahres-Überlebensrate abgeben:

  • Stadium 1: ca. 80 – 90%
  • Stadium 2: ca. 70 – 75%
  • Stadium 3: ca. 40 – 70%
  • Stadium 4: ca. 10 – 35%

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicken Sie hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

14 Wertungen (3.07 ø)
Teilen

61.785 Aufrufe

Copyright ©2015 DocCheck Medical Services GmbH
DocCheck folgen: