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Thrombozytose

Englisch: thrombocytosis

1 Definition

Eine Thrombozytose ist ein vorübergehender Anstieg der Thrombozytenzahl im Blut auf über 500.000/µl.

2 Beschreibung

Eine solche Erhöhung der Thrombozytenzahl kann als reaktive Blutbildveränderung im Rahmen einer Erkrankung im blutbildenden System, bei Splenektomie, großen Blutverlusten z.B. nach Operationen, Infektionen oder auch Tumorerkrankungen vorkommen.

Bei ausgeprägter Eisenmangelanämie liegt als Nebenbefund häufig eine Thrombozytose vor. Dies wird darauf zurückgeführt, dass das in Folge der Anämie ausgeschüttete Erythropoietin auch eine Thrombopoietin-artige Wirkung hat.

Davon zu unterscheiden ist die Thrombozytose in Folge einer myeloproliferativen Erkrankung, bei der eine gesteigerte Zellproliferation vorliegt.

Abzugrenzen von der Thrombozytose ist die Thrombozythämie, bei der es zu einer bleibenden Vermehrung der Blutplättchen kommt. Ein Beispiel dafür ist die essentielle Thrombozythämie (ET).

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