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TFDD

Synonym: Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung

1 Definition

Der TFDD ist ein Screening-Verfahren zur Früherkennung von Demenzen, das die Abgrenzung einer Depression ermöglicht.

2 Hintergrund

Depressionen täuschen häufig eine Demenz vor, da auch sie zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Leistungen führen können. Man spricht in diesem Fall von einer depressiven Pseudodemenz.

3 Durchführung

Der TFDD eignet sich aufgrund des geringen Material-, Personen- und Zeitaufwands besonders für die Hausarztpraxis. Er nimmt etwa 10 Minuten in Anspruch und kann vom Arzt oder von geschultem Hilfspersonal erhoben werden. Der Test teilt sich in 2 Teile:

3.1 Demenzteil

Der Demenzteil des TFDD umfasst neun Aufgabenbereiche. Er überprüft unter anderem die unmittelbare und verzögerte Reproduktion von Wörtern, die zeitliche Orientierung, das Befolgen von Handlungsanweisungen, das Zeichnen eines Ziffernblatts, sowie die Überprüfung der Wortflüssigkeit. Insgesamt können dabei 50 Punkte erreicht werden. Weniger als 35 Punkte sprechen für das Bestehen einer Demenz.

3.2 Depressionsteil

Der Depressionsteil des TFDD ermöglicht die Fremd- und Selbstbeurteilung auf einer Depressionsskala mit 11 Stufen. Bei 20 maximal erreichbaren Punkten weist ein Ergebnis von über acht Punkten auf eine Depression hin.

4 Abrechnung

Der Test kann in Deutschland bei GKV-Patienten von Neurologen, Psychiatern und Vertragsärzten bzw. -therapeuten, die über eine Abrechnungsgenehmigung für Psychotherapie verfügen, nach der EBM-Ziffer 35301 in der niedergelassenen Praxis abgerechnet werden.

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