Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Substantia nigra

von lateinisch: niger - schwarz
Synonym: Soemmering-Ganglion
Englisch: Substantia nigra

1 Definition

Als Substantia nigra bezeichnet man einen Kernkomplex im Bereich des Mesencephalon, der durch einen hohen intrazellulären Gehalt an Melanin und Eisen dunkel gefärbt erscheint.

2 Anatomie

Die Substantia nigra befindet sich im Mesencephalon und lagert sich von dorsal den Hirnschenkeln an. Man unterscheidet morphologisch eine

Von manchen Autoren wird noch eine dritte Region, die Pars lateralis unterschieden, die aber meist der Pars reticulata zugerechnet wird.

Die Substantia nigra kann als funktioneller Bestandteil der Basalganglien verstanden werden und erhält Afferenzen aus der präzentralen Rinde, dem Nucleus caudatus und dem Putamen. Ihre Efferenzen ziehen zum Striatum und zum Thalamus. Histochemisch lassen sich verschiedene Neurotransmitter in den Neuronen der Substantia nigra nachweisen, die Pars compacta tritt durch einen besonders hohen Dopamingehalt hervor, während in der Pars reticulata hauptsächlich GABAerge Neurone zu finden sind.

3 Physiologie

Die Substantia nigra ist in diverse Schaltkreise des extrapyramidalmotorischen Systems eingegliedert und steht auf diese Weise mit Cortex, Striatum, Nucleus subthalamicus, Thalamus und anderen Hirnstrukturen in Verbindung. Sie ist ein wichtiger Abschnitt der Basalganglienschleife. Über ihre dopaminergen Neurone werden Signale vermittelt, die besonders auf die Bewegungsinitiation und Planung wirken ("Starterfunktion").

4 Pathophysiologie

Ein Ausfall des dopaminergen Systems führt zum Wegfall der Disinhibition anderer Bestandteile des Schaltkreises und damit zu den Symptomen des Morbus Parkinson. Im Gegensatz dazu führt ein Ausfall des Nucleus subthalamicus oder der externen Anteile des Globus pallidus zu einer relativen Überfunktion der Nigra-Neurone und damit zu Erkrankungen wie dem Morbus Huntington (Pallidum) oder dem Hemiballismus (Nucleus subthalamicus).

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