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Stumme Myokardischämie

Synonym: asymptomatische Myokardischämie

1 Definition [bearbeiten]

Als stumme Myokardischämie bezeichnet man eine klinisch nachweisbare Minderperfusion des Herzmuskels, die keine pektanginösen Symptome verursacht.

2 Hintergrund [bearbeiten]

Stumme Myokardischämien treten bevorzugt bei Diabetikern und bei älteren Patienten auf. Als Ursache kommen Störungen der kardialen Nozizeptoren, der Schmerzweiterleitung oder der zentralen Schmerzperzeption in Frage. Die genauen pathophysiologischen Abläufe sind noch nicht abschließend geklärt. Bei Diabetikern wird ein Zusammenhang mit der diabetischen Neuropathie vermutet.

Stumme Myokardischämien sind prognostisch ungünstiger als symptomatische Ischämien. Da der Patient keine Krankheitsanzeichen bemerkt, verläuft die KHK latent und macht sich erst durch einen Myokardinfarkt oder einen plötzliche Herztod bemerkbar.

Fachgebiete: Kardiologie

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Michael Melchers schreibt seit dem 5.05.2005 im Flexikon, hat bereits 91 neue Artikel publiziert und 230 Artikeldetails verbessert.

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