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Staphylokokkenenterotoxikose

Synonym: Staphylokokken-Enteritis, "Lebensmittelvergiftung"
Englisch: staphylococcal food poisoning

Inhaltsverzeichnis

1 Definition [bearbeiten]

Die Staphylokokkenenterotoxikose ist eine mit Durchfall und Erbrechen einhergehende Erkrankung, die auf die Einwirkung von Enterotoxinen aus Staphylococcus aureus zurückzuführen ist.

2 Ätiologie [bearbeiten]

Staphylococcus aureus bildet Enterotoxine, die bei Aufnahme zu Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö und kolik- bis krampfartigen abdominellen Beschwerden führen. Es erfolgt also keine Infektion des Gastrointestinaltraktes mit Staphylococcus aureus, sondern eine lokale Toxinwirkung.

Die Enterotoxine von Staphylococcus aureus sind sehr resistent gegenüber Hitze. Sie können nicht durch Abkochen inaktiviert werden. Es sind neun verschiedene Toxinarten bekannt, die als Staphylococcus-Enterotoxin A-I bezeichnet werden.

Neben Staphylocuccus aureus können seltener auch Toxine anderer Bakterienarten (Bacillus cereus, Clostridium perfringens) zu sehr ähnlichen Symptomen führen. Sie werden unter dem Begriff der Enterotoxikosen zusammengefasst.

3 Epidemiologie [bearbeiten]

Die Staphylokokkenenterotoxikose ist eine relativ häufige Erkrankung, die nach dem Verzehr von Speisen auftritt, die mit Staphylococcus aureus kontaminiert waren. Typisch ist eine Kontamination bei ungenügend erhitzten oder inadäquat gelagerten und konservierten Speisen wie Speisen mit Ei-, Milch-, Fleisch- und Fischzutaten und selbst "eingeweckte" Konserven.

Häufig sind mehrere Personen gleichzeitig betroffen, die bis zu zehn Stunden zuvor die gleiche Speise verzehrt haben. Gelegentlich wird ein gehäuftes Auftreten in Gemeinschaftseinrichtungen und nach Festlichkeiten beobachtet, wenn eine Vielzahl von Menschen kontaminierte Speisen zu sich genommen haben.

Da die Erkrankung im größten Teil der Fälle selbstlimitierend verläuft ("Es geht so schnell wie es gekommen ist"), sehen nicht alle Betroffenen die Notwendigkeit einen Arzt aufzusuchen.

4 Klinik [bearbeiten]

Nach einer kurzen Inkubationszeit von wenigen Stunden nach Aufnahme der toxinhaltigen Speise kommt es zum sogenannten "Brechdurchfall". Sie Symptomatik besteht aus:

Komplizierend kann es bei schweren Verläufen zu einer ausgeprägten Dehydratation und Elektrolytverlusten (z.B. Hypokaliämie) mit Kreislaufregulationsstörungen kommen.

5 Therapie [bearbeiten]

Die Therapie erfolgt symptomatisch durch Rehydratation. Die Symptomatik sistiert innerhalb weniger Tage.

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Kurt Wanka schreibt seit dem 17.08.2012 im Flexikon, hat bereits 125 neue Artikel publiziert und 323 Artikeldetails verbessert.

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