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Stäbchen (Netzhaut)

Synonym: Epitheliocytus neurosensorius bacillifer
Englisch: rod cell

1 Definition

Als Stäbchen werden auf die Lichtwahrnehmung spezialisierte Sinneszellen der Netzhaut bezeichnet. Es sind pro Auge ca. 110 Millionen Stäbchen vorhanden, die zusammen mit den ungefähr 6 Millionen Zapfen auf 1 Million Ganglienzellen konvergieren.

Die Stäbchen dienen vornehmlich dem skotopischen Sehen (Nacht- bzw. Dämmerungssehen).

2 Physiologie

Die Stäbchen dienen dabei vornehmlich der Hell-Dunkel-Wahrnehmung. Bei Einfall von Licht zerfällt in den Stäbchen der Sehfarbstoff Rhodopsin (bestehend aus Opsin + 11-cis-Retinal). Dadurch werden Erregungen gebildet, die über Nervenzellen weitergeleitet werden können.

siehe auch: Sehvorgang

3 Histologie

Die Kerne der Rezeptorzellen bilden anatomisch die äußere Körnerschicht der Retina. Die Stäbchen sind indirekt über amakrine Zellen mit den Zapfenbipolarzellen verbunden und liegen parafoveal. Sie haben einen Durchmesser von etwa 3 µm.

Stäbchen bestehen aus einem Aussen- und einem Innenglied, die nur über ein dünnes Cilium miteinander verbunden ist. Die Außensegmente der Stäbchen sind lang, schmal und grenzen an das retinale Pigmentepithel, welches abgeschnürte, alte Membranstapel phagozytiert. In den Stäbchenaussengliedern liegen an die 1.000 Membranscheibchen, die den Sehfarbstoff Rhodopsin enthalten. Rhodopsin selbst besteht aus dem Glykoprotein Opsin und einer chromophoren Gruppe, dem 11-cis-Retinal, einem Aldehyd des Retinols (Vitamin A).

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Fachgebiete: Sehorgan

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