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Spondylosis hyperostotica

nach dem französischen Internisten Jacques Forestier (1890-1978)
Synonyme: Morbus Forestier-Ott, Morbus Forestier, diffuse idiopathische Skeletthyperostose (DISH), Spondylitis hyperostotica

1 Definition

Die Spondylosis hyperostotica ist eine idiopathische, degenerative Wirbelsäulenerkrankung, die zu den Spondylopathien zählt und durch die Ausbildung von ausgeprägten Hyperostosen an der Vorder- und Seitenfläche der Wirbelkörper gekennzeichnet ist. Die Bandscheibenräume werden spangenförmig überbrückt. Dies führt zur Versteifung (nicht zu verwechseln mit Morbus Bechterew).

ICD10-Code: M48.1

2 Epidemiologie

Die Spondylosis hyperostotica ist die häufigste nicht-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule. In Europa kommt sie bei etwa 5% der Bevölkerung über 50 Jahre vor. Die Prävalenz steigt mit dem Lebensalter. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen.

Die Spondylosis hyperostotica wird gehäuft bei Patienten mit Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen beobachtet.

3 Symptome

Das Beschwerdebild ist sehr variabel. Selbst ausgeprägte Hyperostosen der Wirbelsäule können mitunter symptomfrei verlaufen. Die Patienten klagen am ehesten über Bewegungseinschränkungen, Rückenschmerzen, aber auch über Schluckbeschwerden (Dysphagie).

4 Diagnostik

4.1 Bildgebung

Die Diagnose "Spondylosis hyperostotica" wird primär radiologisch gestellt. An den Wirbelkörpern sieht man im Röntgenbild zuckergussartige, anterolaterale Hyperostosen (Osteophyten). Dabei sieht man eine ausgeprägte Wulstbildung, aber keine Randsklerosierung. Die Höhe der Zwischenwirbelräume ist erhalten - durch die Überbrückung der Zwischenräume kann jedoch die Beweglichkeit der Wirbelsäule in einzelnen Segmenten aufgehoben sein. Die Zwischenwirbelgelenke sind frei von Ankylosen. Zur Abklärung von Dysphagie dient der Ösophagus-Breischluck in Seitenaufnahme, in dem sich als typischer Befund eine "Einkerbung" zeigt.

4.2 Inspektion

Bei der klinischen Untersuchung findet man meist eine verstärkte Kyphose der Brustwirbelsäule (BWS) bei gut erhaltener Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule (LWS). Auch im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) ist - selbst bei auffälligem radiologischem Befund - die Beweglichkeit meist gut erhalten. Bei der HNO-ärztlichen Untersuchung fällt an der Rachenhinterwand und im Hypopharynx oft eine Vorwölbung auf, die sich hart palpiert.

4.3 Labor

Das Labor ist unaufällig. Es fehlen Hinweise auf eine Entzündung.

5 Differentialdiagnose

6 Therapie

Es gibt zur Zeit (2016) keine ursächliche Therapie der Spondylosis hyperostotica. Die Therapie ist rein symptomatisch und zielt auf die Erhaltung der Beweglichkeit durch Krankengymnastik. Ggf. auftretende Beschwerden werden im wesentlichen durch physikalische Therapie und NSAR behandelt.

Im Falle einer zunehmenden Dysphagie ist die Operation mit Entfernung bzw. Reduktion der Exophyten angezeigt.

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