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Respiratorische Sinusarrhythmie

Synonym: respiratorische Arrhythmie, RSA
Englisch: respiratory sinus arrhythmia, RSA

1 Definition

Als respiratorische Sinusarrhythmie, kurz RSA, bezeichnet man eine physiologische Frequenzschwankung der Herzaktion, die durch die Atmung (Respiration) bedingt ist.

2 Physiologie

Bei der Inspiration steigt die Herzfrequenz an, bei der Expiration nimmt sie wieder ab. Für dieses Phänomen gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze:

  • Während der Einatmung wird der intrathorakale Druck negativ, was zu einem erhöhten Blutrückstrom in die großen herznahen Venen führt . Das erhöhte Blutangebot soll über Rezeptoren im rechten Herzvorhof zu einer reflektorischen Frequenzsteigerung des Herzens führen. Dieses ältere Erklärungsmodell ist umstritten.
  • Das neuere Erklärungsmodell sieht die Ursache der respiratorischen Arrhythmie in der engen Verknüpfung der Nervenzentren im ZNS, die Atmung und Herztätigkeit steuern. Bei der Inspiration werden in den Atemwegen und im Thorax Dehnungsrezeptoren aktiviert. Diese sind über hemmende Interneurone in der Medulla oblongata mit den motorischen Kerngebieten des Nervus vagus verknüpft. Die Stimulation der Dehnungsrezeptoren soll hier zu einer Hemmung der kardialen Vagusfasern führen.

3 Klinische Bedeutung

Die respiratorische Arrhythmie ist ein Normalbefund, der vor allem bei Kindern und Jugendlichen auftritt.

Fachgebiete: Kardiologie

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