Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Rektoskopie

Synonym: Mastdarmspiegelung
Englisch: rectoscopy

1 Definition

Die Rektoskopie ist eine endoskopische Untersuchung des Rektums und ggf. des Afters.

2 Durchführung

Eine Rektoskopie wird von einem Arzt in einer Praxis oder einer Klinik durchgeführt. Damit bei der Untersuchung der Enddarm frei von Stuhlresten ist, muss der Patient eine Stunde vorher ein starkes Abführmittel mittels Klistier oder Zäpfchen nehmen. Nach 15-30 Minuten beginnt die Wirkung und der Darm wird entleert. Die Untersuchung dauert 5-10 Minuten während denen der Patient in Seiten- oder in Rückenlage liegen muss. In den meisten Fällen wird ein starres Rektoskop eingesetzt, es gibt aber auch flexible Modelle. Durch Luftinfiltration werden die Schleimhautfalten entfaltet und der Darm kann gut inspiziert werden.

3 Ziel

Der Zweck einer Rektoskopie liegt darin, dass Entzündungen, Divertikel, Hämorrhoiden oder Blutungen entdeckt und im Zweifelsfall direkt behandelt werden können. Ebenso können mögliche Polypen direkt mit Hilfer einer Schlinge abgetragen werden, da diese häufig Ausgangsort für Darmkrebs sind.

4 Komplikationen

Eine Rektoskopie wird oft als unangenehm empfunden, da es je nach Lage des Rektoskopes zu leichten Schmerzen kommen kann. Unangenehmer für die Patienten ist, das die in den Darm eingebrachte Luft meist lautstark wieder entweicht. Wirkliche Komplikationen sind hingegen äußerst selten. Es kann vorkommen, dass die Wand des Enddarms verletzt wird und es daraufhin zu Blutungen kommt. Es gibt auch Berichte über Verletzungen des Schließmuskels mit anschließender Inkontinenz. Extrem selten sind Keimverschleppungen, die im schlimmsten Falle zu einer Sepsis führen können.

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