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Reflexprüfung

Synonyme: Reflexstatus, Reflexuntersuchung

1 Definition

Die Reflexprüfung ist ein Teil der allgemeinen körperlichen Untersuchung und der neurologischen Untersuchung. Sie dient der Kontrolle der physiologisch vorhandenen Reflexe und dem Aufspüren pathologischer Reflexe.

Das Ergebnis der Reflexprüfung bezeichnet man als Reflexstatus.

2 Hintergrund

Die Reflexprüfung erfolgt in der Regel mit einem Reflexhammer oder anderen neurologischen Hilfsinstrumenten (z.B. Nadel, Pinsel). Bei der Überprüfung von Eigenreflexen wird mit dem Reflexhammer ein leichter Schlag auf die Sehne eines Muskels aufgeführt. Das genaue Vorgehen ist abhängig vom jeweiligen Reflex.

Der resultierende Sehnenreflex ist eine unwillkürliche Reaktion auf die schnelle Dehnung der Muskelspindeln durch den Schlag. Sie lösen über einen monosynaptischen spinalen Reflexbogen eine Muskelkontraktion aus.

3 Beurteilung

Die Reflexe werden immer im Seitenvergleich geprüft, um die Reflexantwort besser beurteilen zu können. Die Dokumentation der Reflexantwort erfolgt in der Regel semiquantitativ, indem der Reflex als "normal", "vermindert" bzw. "abgeschwächt", "gesteigert" oder "fehlend" eingeordnet wird.

Daneben gibt es auch klinische Skalensysteme für die genauere Einordnung der Reflexintensität, wie die neunstufige MayoClinic Scale (MCS) oder die NINDS-Skala (National Institute of Neurological Disorders and Stroke). Beide Skalensysteme verfügen jedoch über eine eingeschränkte Reliabilität, da die Wertzuordnung zwischen verschiedenen Untersuchern stark variiert. Sie werden daher im klinischen Alltag eher selten eingesetzt.

Fachgebiete: Neurologie

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