Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Rebound-Phänomen

(Weitergeleitet von Rebound-Effekt)

1 Definition

Als Rebound-Phänomen werden in unterschiedlichen Fachbereichen der Medizin verschiedene Sachverhalte bezeichnet.

2 Neurologie

Synonym: Rückstoßphänomen
Englisch: rebound phenomenon

2.1 Definition

Das Rebound-Phänomen tritt physiologisch beim Gesunden auf, wenn Kraft gegen einen Widerstand angewendet wird (Patient drückt Arm des Untersuchers herunter) und bei Nachlassen des Widerstands schlagartig die Kraftaufwendung beendet wird.

Ein fehlendes Rebound-Phänomen zeichnet sich durch überschießende Kraftanwendung nachdem der Widerstand durch den Untersucher reduziert wird. Das Fehlen des physiologischen Rebounds wird in diesem Sinne auch als positives Rebound-Phänomen bezeichnet.

Es kommt vor allem bei gleichseitiger Erkrankung des Kleinhirns vor und liegt in einer gestörten Bewegungskoordination von muskulären Agonisten und Antagonisten begründet.

3 Pharmakologie

Synonym: Rebound-Effekt, Absetzphänomen
Englisch: rebound effect

3.1 Definition

Das Rebound-Phänomen beschreibt in der Pharmakologie eine überschießende Gegenreaktion bei abruptem Absetzen eines Medikaments. Durch die vorherige Medikation kommt es zur Up-Regulation von Rezeptoren, was dann zu einer erhöhten Empfindlichkeit führt.

Klassische Beispiele sind die vermehrte Angstempfindung nach Absetzen von Benzodiazepinen oder auch die Neigung zu Tachykardien nach abruptem Absetzen von Betablockern. Daher werden derartige Pharmaka ausschleichend abgesetzt.

4 Endokrinologie

Synonym: Rebound-Effekt

4.1 Definition

Rebound-Phänomene in der Endokrinologie treten auf, wenn nach Beendigung einer längeren Therapie mit Hormonen durch spezielle pathophysiologische Prozesse, eine Verschlechterung des ursprünglich behandelten Befundes eintritt.

Ein Beispiel ist die Behandlung einer Struma mit Thyroxin. Wird Thyroxin abgesetzt und es erfolgt keine Anschlussbehandlung mit Jodid, so wächst die Schilddrüse erneut an, da durch die vorige Thyroxin-Therapie eine funktionelle Jodverarmung der Schilddrüse entstanden ist.

5 Strahlentherapie

Synonym: Rückstreuung
Englisch: back scatter

In der Strahlentherapie beschreibt das Rebound-Phänomen den Anteil der Strahlung, die von tiefen Geweben auf die oberflächlich gelegene Haut zurückgestreut wird.

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