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Raucherbein

Englisch: smoker's leg, leg gangrene

1 Definition

Raucherbein ist eine Trivialbezeichnung für die Manifestation einer schweren peripheren arteriellen Verschlußkrankheit (pAVK) oder einer Endangiitis obliterans an den Beinarterien.

2 Ursachen

Die arterielle Verschlusskrankheit entsteht durch entzündliche Veränderungen an den Arterienwänden (Arteriosklerose), die zur Anlagerung von Thromben und schließlich zum Gefäßverschluss führen. Betroffen sind vor allem die mittelgroßen u. kleinen Extremitätenarterien.

Zigarettenrauchen (Nikotinabusus) ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung der Arteriosklerose und ist bei vielen Patienten als Hauptursache der pAVK anzusehen. Allerdings kann eine pAVK auch bei Nichtrauchern auftreten, daher ist die Bezeichnung "Raucherbein" nicht immer zutreffend.


3 Symptome

Der vollständige Verschluss einer Arterie zieht eine Nekrose der Haut sowie tiefer gelegener Gewebspartien (Subkutis, Muskel) und Ulzerationen im Versorgungsgebiet nach sich. Das Raucherbein zeigt in den betroffenen Arealen eine livide-schwärzliche Verfärbung der Haut (trockene Gangrän). Meist fangen die Veränderungen in der Peripherie des Fußes (Zehen) an und setzt sich dann nach proximal fort.

4 Therapie

Die Behandlung des Raucherbeins entspricht der einer schweren pAVK. Es kommen unter anderem folgende chirurgische Verfahren zum Einsatz:

In fortgeschrittenen Fällen bzw. wenn die oben genannten Verfahren nicht möglich sind oder nicht zum Erfolg führen, ist die Amputation des betroffenen Beins notwendig.

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