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Rödern

1 Definition

Rödern bezeichnet ein alternativmedizinisches Verfahren, bei dem die Detrituspfröpfe aus den Gaumen- und Rachenmandeln mechanisch entfernt werden. Die Maßnahme wird als Alternative zur operativen Entfernung der Gaumenmandeln propagiert.

2 Hintergrund

Die Maßnahme gehört zu den so genannten "ausleitenden Verfahren", von denen eine Verbesserung der Abwehrleistung des Organismus erwartet wird. Das Behandlungsziel ist die Verbesserung des Lymphstromes im Rachenring. Die Methode ist Teil der Erfahrungsmedizin und nicht durch kontrollierte klinische Studien abgesichert. Da Detrituspröpfe und Beläge in der Regel spontan verschwinden, ist die Sinnhaftigkeit der Maßnahme fragwürdig.

3 Vorgehen

Vorhandene Beläge und Detritus wird aus den Furchen der Rachenmandel abgesaugt. Dazu wird ein so genanntes Röderbesteck, bestehend aus einem Gummiball und einer Glasglocke, verwendet. Sie wird über die Mandel gestülpt und mithilfe des Gummiballs ein Vakuum erzeugt.

4 Kontraindikation

  • Akute Tonsillitis insbesondere Streptokokken-Infektion der Tonsillen (Gefahr der Keimverschleppung)

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