Pyodermie
Englisch: skin infection, pyodermia
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1 Definition [bearbeiten]
Als Pyodermie bezeichnet man die Infektion der Haut und Hautanhangsgebilde mit Bakterien, in der Regel Staphylokokken oder Streptokokken, mit typischen Entzündungszeichen und unter Bildung von Eiter.
ICD10-Code: L08.0
2 Pathologie [bearbeiten]
Die Pyodermie-verursachenden Bakterien leben auch bei gesunden Menschen und auch bei Tieren physiologischer Weise auf der Haut. Die Krankheit entsteht erst, wenn auslösende Faktoren hinzukommen, z.B. Immunschwäche, Immunsuppression, allergische Hauterkrankungen, hormonelle Erkrankungen, etc.
Die Pyodermie kann prinzipiell jede Körperregion betreffen. Es können nur oberflächliche Schichten der Cutis, aber auch tiefe Schichten (Subkutis) befallen werden.
Besondere Formen der Pyodermie sind:
- Pyoderma faciale: Krankheitsbild das mit Acne conglobata vergleichbar ist, Pustelbildung und Abszesse im Bereich des Gesichts, meist bei jungen Frauen
- Pyoderma gangraenosom: chronisch-progrediente Ulzeration mit brennendem Schmerz.
3 Diagnostik [bearbeiten]
Klinische Untersuchung und mikroskopische mikrobielle Untersuchung.
4 Therapie [bearbeiten]
Die Pyodermie wird mit lokalen und ggf. auch systemischen Antibiotika (nach Antibiogramm). Desweiteren kommen desinfizierende Umschläge zum Einsatz. Die auslösende Erkrankung muss ebenfalls behandelt werden um Rezidive zu verhindern.
5 Links [bearbeiten]
Dermatology Information System der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Heidelberg [1], [2]
Fachgebiete: Dermatologie, Mikrobiologie
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