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Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Psychoedukation

Englisch: psychoeducation

1 Definition

Als Psychoedukation wird die Aufklärung von Patienten und Angehörigen über physische und psychische Erkrankungen bezeichnet. Sie beinhaltet systematische und didaktisch-psychotherapeutische Maßnahmen und soll das Krankheitsverständnis, den selbstverantwortlichen Umgang mit der Krankheit und die Krankheitsbewältigung fördern. Psychoedukation kann von Ärzten, Psychologen oder speziell ausgebildetem Pflegepersonal durchgeführt werden.

2 Hintergrund und Zielsetzung

Die Psychoedukation basiert auf verhaltenstherapeutischen und gesprächstherapeutischen Prinzipen. Sie wurde ursprünglich in den USA zur Unterstützung von schizophrenen Patienten und deren Angehörigen entwickelt. Es handelt sich dabei nicht um Frontalunterricht, sondern um ein Begreifen der Erkrankung.

Ziele sind:

  • Information über die Erkrankung und deren Entstehungsmechanismus
  • Erläuterung der Therapieprinzipien
  • Verbesserung von sozialen Fertigkeiten
  • Verbesserung des Umganges mit Familienmitgliedern
  • Verbesserung der Stressbewältigung
  • Rückfallprophylaxe
  • Ressourcenaktivierung

3 Anwendungsgebiete

Psychoedukation wird bei schweren, körperlich und psychisch belastenden Erkrankungen angewendet. Beispiele dafür sind Krebserkrankungen, Diabetes, Tinnitus, Abhängigkeitserkrankungen, Neurodermitis, AIDS, Herzerkrankungen, psychische Erkrankungen (Depression, Psychosen, Manien) etc. Kontraindikationen für eine Psychoedukation per se bestehen nicht. Erschwerende Faktoren können Ängste sozialer Natur, große Unruhe, sowie Konzentrations-, Denk- oder Aufmerksamkeitsstörungen sein.

4 Formen der Psychoedukation

Man unterscheidet grundsätzlich mehrere Formen der Psychoedukation. Dazu zählen:

  • Psychoedukatives Einzelgespräch
  • Psychoedukation in der Gruppe

Am meisten angewendet wird das psychoedukative Einzelgespräch. Hier versucht der Therapeut in anschaulicher Weise über die Hintergründe und die Behandlungsmaßnahmen der Erkrankung aufzuklären. Besonders wirksam ist die Psychoedukation wenn sie in der Gruppe erfolgt, da es eine gegenseitige Austauschmöglichkeit zwischen mehreren Patienten oder Angehörigen gibt.

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