Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Pilzkultur

Englisch: fungal culture

1 Definition

Unter einer Pilzkultur versteht man die Anzüchtung von Pilzen (z.B. aus einem Abstrich) in einem Kulturmedium zum Zwecke der Vermehrung und ggf. anschliessenden Bestimmung der Erreger.

2 Nährmedien

Zur Anzüchtung von Pilzen kann eine Vielzahl verschiedener Nährböden oder -lösungen verwendet werden. Dazu zählen zum Beispiel:

Einige der hier aufgeführten Nährmedien ermöglichen das Wachstum vieler Pilzarten, andere dienen speziell der Isolierung bzw. Identifizierung bestimmter Pilze. Klinisch werden meist 2-3 unterschiedliche Nährböden beimpft, um sowohl Dermatophyten als auch Hefen optimale Wachstumsbedingungen zu bieten.

3 Anlegen einer Pilzkultur

Die Beimpfung einer Pilzkultur erfolgt unter sterilen Bedingungen. Das Untersuchungsmaterial (z.B. aus einem Abstrich) wird mit einer Impföse oder einem Tupfer auf dem Nährboden ausgestrichen und danach 2-4 Wochen bei Raumtemperatur inkubiert. Bei Flüssigkulturen erfolgt die Bebrütung bei 37°C für 2-3 Tage.

Die Wahl des Nährmediums und der übrigen Wachstumsbedingungen ist unter anderem von der Verdachtsdiagnose abhängig.

4 Identifizierung der Pilze

Auf Standardnährböden können die Pilze mikro- und makroskopisch aufgrund ihrer charakteristischen Wuchsformen, ihrer Pigmentbildung, sowie der Bildung von Fruchtkörpern identifiziert werden.

5 Indikationen

Pilzkulturen werden immer dann angelegt, wenn klinisch der Verdacht auf eine Pilzinfektion besteht. Sie werden vor allem in der Dermatologie verwendet, um die Erreger von Haut- oder Nagelmykosen zu bestimmen.

6 Probleme

Das größte Problem bei Pilzkulturen ist die Verunreinigung mit Schimmelpilzen, die durch ihr rasches Wachstum andere Pilze verdrängen und dadurch die Diagnostik erschweren können. Um dies zu verhindern, werden Nährböden mit Hemmstoffen wie Cycloheximid oder Actidion zur Kultivierung verwendet.

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