Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Paroxysmale Hemikranie

Englisch: (chronic) paroxysmal hemicrania

1 Definition

Die paroxysmale Hemikranie ist ein chronischer Kopfschmerz, der durch streng einseitige Schmerzattacken charakterisiert ist.

Die paroxysmale Hemikranie ähnelt dem Cluster-Kopfschmerz, die Attacken sind jedoch in der Regel kürzer und haben eine höhere Frequenz.

ICD10-Code: G44.03

2 Epidemiologie

Die Erstmanifestation erfolgt meist in der dritten Lebensdekade. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer.

3 Formen

  • chronische paroxysmale Hemikranie (CPH)
  • episodische paroxysmale Hemikranie (EPH)

Die episodische Verlaufsform ist durch wochen- bis monatelange beschwerdefreie Intervalle zwischen den Kopfschmerzanfällen gekennzeichnet.

4 Symptome

Hauptsymptom der paroxysmalen Hemikranie ist ein intensiver Kopfschmerz, von stechendem, bohrendem bis pulsierendem Charakter. Der Schmerz ist typischerweise in der Orbita- , Stirn- oder Temporalregion lokalisiert.

Die Schmerzattacken treten durchschnittlich 10 mal pro Tag auf und dauern jeweils zwischen 2 und 45 Minuten an. Im Extremfall sind bis zu 40 Attacken pro Tag möglich.

Häufige unilaterale Begleitsymptome sind:

5 Therapie

Die Therapie der Wahl ist die Dauertherapie mit Indometacin in einer Dosierung 3 x 50 mg/d, die im Bedarfsfall auch bis auf eine Gesamtmenge von 300 mg/d gesteigert werden kann. Da durch die Dauertherapie die Prostaglandinsynthese gehemmt wird, ist die gleichzeitige Magenschleimhautprotektion mit einem Protonenpumpenhemmer notwendig.

Nach Sistieren des Kopfscherzes kann die Dosis schrittweise reduziert werden, bis die minimale Erhaltungsdosis gefunden ist. Alternativ können andere NSAIDs gegeben werden, z.B. Naproxen, Flurbiprofen oder Diclofenac.

Tags:

Fachgebiete: Neurologie

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