Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Paromomycin

Handelsname: Humatin®
Synonyme: Paromomycinsulfat, Paromomycinum, Paromomycini sulfas
Englisch: Paromomycine

1 Definition

Der Wirkstoff Paromomycin stellt ein Antibiotikum dar, welches schwerpunktmäßig für die Therapie von bakteriellen Infektionen des Gastrointestinaltraktes eingesetzt wird. Es handelt sich um ein antibiotisch wirksames Arzneimittel aus der Gruppe der Aminoglykoside und gewinnt mehr und mehr Bedeutung in der Leishmaniose-Therapie. Es besteht eine große funktionelle und strukturelle Ähnlichkeit zu dem Breitband-Antibiotikum Neomycin.

2 Chemie

Paromomycin hat die Summenformel C23H45N5O14 und eine molare Masse von 615,63 g/mol.

Klicken und ziehen, um das 3D-Modell auf der Seite zu verschieben.

3 Anwendung

Die Tagesdosis sollte in gleicher Dosierung im Abstand von 6 Stunden eingenommen werden.

4 Anwendungsgebiete

Paromomycin ist ein Antibiotikum, welches als schwerpunktmäßiges Einsatzgebiet den Magen-Darm-Trakt und im speziellen den Darm hat. Bereits seit längerer Zeit bekannt, ist seine effektive Wirkung in der Bekämpfung der Amöbenruhr. In der Behandlung von Kontaminationen mit Bandwürmern zeigt Paromomycin ebenfalls eine gute therapeutisch Wirkung.

or umfangreichen operativen Eingriffen wird Paromomycin zur Reduktion der ansonsten physiologischen bakteriellen Darmflora eingesetzt. Im Rahmen von ausgedehnten viszeralchirurgischen Eingriffen besteht am Dickdarm immer ein potenzielles Risiko der Verschleppung des Darmbakteriums Escherichia coli in die Blutbahn. Während diese Bakterien im Darm zur unverzichtbaren Darmflora gehören, verursachen sie in der Blutbahn mitunter lebensgefährliche Vergiftungserscheinungen bis hin zu einer ausgedehnten Sepsis. Daher macht die präoperative Reduzierung der Bakteriendichte therapeutisch großen Sinn. Postoperativ sollte dann auf einen möglichst schnellen Wiederaufbau der Darmflora geachtet werden, da ansonsten die Gefahr einer Darmmykose besteht.

Ein weiteres Einsatzgebiet von Paromomycin ist die Therapie der hepatischen Enzephalopathie. Auch hier geht es zentral um die Verringerung der Darmflora. Die v. a. im Dickdarm vorkommenden Darmbakterien erzeugen große Mengen Ammoniak. Durch Reduktion der Darmflora durch die Antibiose sinkt auch der Ammoniakgehalt, was wiederum die Leber schont.

5 Wirkungsmechanismus

Hemmung der bakteriellen Proteinbiosynthese durch feste Bindung an die 30S-Untereinheit der 70S-Ribosomen. Dadurch fällt der gesamte bakterielle Stoffwechsel aus und es kommt zum Absterben der Bakterien.

6 Nebenwirkungen

7 Kontraindikationen

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

5 Wertungen (3.4 ø)

10.255 Aufrufe

Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: