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Palmaraponeurose

Synonym: Aponeurosis palmaris
Englisch: palmar aponeurosis

1 Definition

Die Palmaraponeurose ist eine fächerförmige Sehnenplatte in der Hohlhand (Palma manus).

2 Anatomie

Die Palmaraponeurose ist eine komplexe dreidimensionale Anordnung von longitudinalen, transversalen und vertikalen Fasern. Sie ist mit der darüberliegenden Haut durch eine Schicht aus dichtem, fibrösen Bindegewebe verbunden, welches die oberflächliche Faszie (Palmarfaszie) der Hand formt. Palmaraponeurose und Palmarfaszie werden aufgrund ihrer engen Beziehung mitunter auch synonym verwendet.

Die Palmaraponeurose kleidet die zentrale Hohlhandfläche aus und bedeckt dadurch die kurzen Muskeln der Hohlhand. Seitlich geht sie in die Faszien der Thenar- und Hypothenarmuskulatur über, die von einigen Autoren als Teil der Palmaraponeurose angesehen und dann als medialer und lateraler Abschnitt bezeichnet werden. Einige Autoren beziehen hier auch noch die angrenzenden Fingerfaszien ein und sprechen dann insgesamt vom so genannten palmaren Faszienkomplex.

2.1 Palmaraponeurose im engeren Sinn

Der zentrale Abschnitt dieses Faszienkomplexes ist sozusagen die Palmaraponeurose im engeren Sinn. Er hat eine dreieckige Grundform. Die nach proximal weisende Spitze des Dreiecks nimmt die Sehne des Musculus palmaris longus auf und steht mit dem Ligamentum carpi transversum (Retinaculum flexorum) in Verbindung. Die nach distal weisende Basis des Dreiecks teilt sich in 4 Faserzüge auf, die zu den Fingerstrahlen ziehen. Sie strahlen in die Haut der Hohlhand und der Finger ein und tauschen Fasern mit quer verlaufenden Bandstrukturen, z.B. mit dem Ligamentum metacarpale transversum (Ligamentum natatorium) aus.

3 Funktion

Die Palmaraponeurose spielt beim Greifakt eine wichtige Rolle, da sie die Haut der Palmarseite spannt und durch ihre komplexen Faserzüge einen engen Kontakt mit dem gehaltenen Gegenstand herbeiführt. Darüber hinaus sorgt sie für einen Schutz der darunterliegenden Blutgefäße und Nerven.

4 Klinik

Die Fibromatose der Palmaraponeurose führt zum Krankheitsbild der so genannten Dupuytren-Kontraktur.

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