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Prostataspezifisches Mem­bran­antigen

(Weitergeleitet von PSMA)

Synonyme: Glutamatcarboxypeptidase II, NAAG-Peptidase

1 Definition

Prostataspezifisches Mem­bran­antigen, kurz PSMA oder GCPII, ist ein Glykoprotein der Zellmembran, das sowohl auf gesunden Prostatazellen, als auch auf Prostatakarzinomzellen vorkommt.

2 Hintergrund

Beim Prostatakarzinom wird PSMA von über 95% der Zellen exprimiert. Es scheint in Tumoren mit Gleason-Score 4 oder 5, also solchen mit höherer Aggressivität, im Falle einer Metastasierung und bei kastrationsunhabhängigem Prostatakarzinom besonders stark exprimiert zu sein (8-12fach) und eignet sich daher potentiell als Tumormarker.

3 Biochemie

Das prostataspezifische Mem­bran­antigen besteht aus 750 Aminosäuren mit einem Molekulargewicht von rund 84 kDa. Durch posttranslationale Modifikation kann das Molekulargewicht auf 100 kDa anwachsen.

PSMA ist ein Metalloenzym, dessen Molekülteile hauptächlich außerhalb der Zellmembran im Extrazellulärraum treiben. Es katalysiert die Umsetzung von N-Acetylaspartylglutamat (NAAG) zu Glutamat und N-Acetylaspartat (NAA).

4 Genetik

Das PSMA-Gen befindet sich auf Chromosom 11 auf dem Genlokus p11.12.

5 Klinik

Nicht jedes Prostatakarzinom weist eine PSMA-Anreicherung auf: PSMA-Negativität sieht man in ca. 5-8% der Patienten mit aggressivem Prostata-Ca. Die verstärkte Exprimierung vom PSMA macht man sich beim PSMA-PET/CT zunutze.

Fachgebiete: Labormedizin

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