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Opsonin

Englisch: opsonin

1 Definition

Opsonine sind eine im Körper vorkommende Gruppe von Proteinen für die Vermittlung der Phagozytose. Sie stellen daher einen wichtigen Teil der humanen Immunantwort dar.

2 Hintergrund

Zu den Opsoninen zählen unter anderem Antikörper und Komplementfaktoren, welche die Verknüpfung von Phagozyten mit Bakterien oder anderen Mikroorganismen durch ihre Funktion als Konnektoren erleichtern. Diesen Vorgang bezeichnet man als Opsonisierung der Zielzelle. Durch die Opsonisierung wird letztlich die Phagozytose des gebundenen Organismus abgesichert und die Zelllyse kann eingeleitet werden.

Phagozyten können bis zu einem bestimmten Ausmaß direkt an Bakterien oder andere Zellen mit Antigencharakter binden. Die Bindung wird jedoch durch einen aktivierten Komplementfaktor verstärkt, indem dieser als Verbindungsstück zwischen dem Bakterium und dem entsprechenden Komplementrezeptor des Phagozyten agiert.

Sollte ein Organismus nur geringe Mengen an Komplementfaktoren aktivieren können, so wird alternativ oder zusätzlich mit Antikörpern opsonisiert. Dieser Antikörper verknüpft sich über sein Fc-Fragment mit dem Fc-Rezeptor des Phagozyten und über seine Fab-Fragmente mit dem entsprechenden Epitop des antigenen Mikroorganismus.

Phagozyten verfügen über keinen Fc-Rezeptor für IgM, so dass dieser Antikörper keine direkte Rolle bei der Phagozytose spielt. IgM aktiviert aber in hohem Maß Komplement und wird daher auch als Opsonin angesehen.

Fachgebiete: Biochemie, Immunologie

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