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Online-Marktforschung

1 Definition

Unter Online-Marktforschung wird das systematische Erheben, Sammeln, Auswerten und Aufbereiten von Daten über Individuen unter Anwendung der empirischen Methoden der Sozial- und Meinungsforschung über Online-Medien verstanden. Das Internet kann sowohl Untersuchungsgegenstand als auch Untersuchungskanal sein.

2 Methoden

Ein vielfältiges Spektrum an Methoden lässt sich von der Offline-Marktforschung in die Online-Marktforschung übertragen. So ist zum Beispiel die Online-Befragung die wohl gängigste Methode. Es setzen sich vermehrt auch Webcam-Interviews oder Online-Gruppendiskussionen bzw. Online-Fokusgruppen durch. Daneben sind experimentelle Settings oder das Beobachten von Klickpfaden oder Klickzahlen auf Websites nicht selten. Online durchgeführte und moderierte Workshops, wie zum Beispiel CoCreation oder CoLaboration werden ebenfalls immer beliebter.

3 Vor- und Nachteile

Als größter Vorteil der Online-Marktforschung sind Zeit- und Kostenfaktoren zu nennen: Mit vergleichsweise geringem Aufwand erreicht man schnell viele Menschen und heterogene Stichprobenzusammensetzungen. Obwohl die Internetpenetration heutzutage sehr ausgeprägt ist und nahezu jede Bevölkerungsgruppe in Deutschland über das Internet erreichbar ist, gibt es nach wie vor Schwierigkeiten, je nach Stichprobe, eine vollständige Repräsentativität zu erreichen. Einige Zielgruppen, wie beispielsweise ältere Menschen, sind nach wie vor nur sehr schwer über das Internet ansprechbar.

Die Studien lassen sich durch die einfache Einbindung von Bewegt-/ Bildmaterial abwechslungsreicher und interessanter gestalten. Auch das Erheben von Reaktionszeiten beispielsweise in einem experimentellen Setting ist Online recht unkompliziert umsetzbar. Hierzu muss jedoch die Testperson die entsprechende technische Kompetenz zum Umgang mit solchem Material und die entsprechende Infrastruktur mitbringen.

Ein weiteres Problem, das sich in der Umsetzung von Online-Marktforschungsstudien ergibt ist, dass eine Feedbackschleife zum Interviewer sehr schwierig ist. Die Testperson hat so eher eingeschränkt die Möglichkeit, beispielsweise Verständnisschwierigkeiten zu klären. Daher gilt es, vor allem die Online-Befragung so präzise wie möglich auf die Zielgruppe abzustimmen.

4 Quellen

  • [1]
  • [2]
  • Thielsch, M. T. & Brandenburg, T. (Hrsg.). (2012). Praxis der Wirtschaftspsychologie II: Themen und Fallbeispiele für Studium und Praxis. Münster: MV Wissenschaft.

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