Nifedipin
Englisch: nifedipine
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1 Definition [bearbeiten]
Nifedipin ist ein Kalziumantagonist vom Dihidropyridin-Typ. Es wird unter anderem zur Behandlung der Hypertonie und Angina pectoris eingesetzt.
2 Eigenschaften [bearbeiten]
Nifedipin ist ein gelbliches, kristallines Pulver und gehört zur Gruppe der Kalziumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ. Nifedipin erweitert die glatte Muskulatur der Gefäße und wirkt blutdrucksenkend.
3 Indikation [bearbeiten]
Nifedipin ist ein in Deutschland zugelassenes Arzneimittel zur Behandlung essentieller Hypertonie, bei hypertensiven Krisen, Angina pectoris sowie des Raynaud-Syndroms.
4 Wirkmechanismus [bearbeiten]
Nifedipin verhindert den Kalziumionen-Einstrom in die Zellen der glatten Gefäßmuskulatur mit gefäßerweiternder Wirkung. Wie auch alle anderen Kalziumantagonisten des Dihydropyridin-Types, nehmen therapeutische Dosen in der Anwendung keinen Einfluss auf die glatte Muskulatur der Herzmuskeln. Nifedipin unterscheidet sich in seiner Wirkung von Diltiazem und Verapamil dadurch, dass er keine direkte Wirkung auf das Reizleitungssystem des Herzens aufweist.
So führen zwar alle drei Pharmaka durch die relaxierende Wirkung auf die Gefäßmuskulatur zu einer Blutdrucksenkung, Nifedipin weist jedoch zusätzlich den unerwünschten Effekt der Herzfrequenzsteigerung auf. Um diesen Effekt zu vermeiden, bedient man sich heute Kalciumantagonisten der 2. Generation, die aufgrund einer erhöhten Lipophilie in der Zellmembran eingelagert werden können und durch ein langsameres Anfluten und eine kürzere Wirkdauer den Effekt des Frequenzanstiegs mildern sollen.
5 Nebenwirkungen [bearbeiten]
- Kopfschmerzen
- allgemeines Schwächegefühl
Seltene Nebenwirkungen sind:
- Dyspepsie
- Bauchschmerzen
- Verstopfung
- Blähungen
- Erbrechen
- Mundtrockenheit
- Anorexie
- Unwohlsein
- Dyspnoe
- Nervosität, Schlafstörungen, Schläfrigkeit
- Hypästhesien
- Erregungszustände
- Schwitzen
- Arthralgien
- Muskelkrämpfe
- Fieber
- Schwachsichtigkeit
- Polyurie
- Reflextachykardie
6 Kontraindikationen [bearbeiten]
- Kardiogener Schock
- instabile Angina pectoris
- akuter Myokardinfarkt
- höhergradige Aortenklappenstenose
- gabe von Rifampicin.
- Nifedipin hat sich im Tierversuch als nachweislich embryo-/ fetotoxisch erwiesen.
Fachgebiete: Arzneimittel
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