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Glaubersalz

(Weitergeleitet von Natriumsulfat)

nach Johann Glauber (1604 bis 1668), deutscher Apotheker
Synonym: Natriumsulfat
Englisch: Glauber's salt

1 Definition

Als Glaubersalz wird das Sulfatsalz des Natriums mit der Summenformel Na2SO4 bezeichnet.

2 Chemie

Die genaue Summenformel ist Na2SO4 · 10H2O, da Natriumsulfat mit Wasser ein Decahydrat bildet. Die erhitzte, kristallwasserfreie Form ist stark hygroskopisch und wird u.a. als Trocknungsmittel verwendet.

3 Anwendung in der Medizin

Glaubersalz hat einen ausgeprägten, bitteren Geschmack und findet in der Medizin in Form einer wässrigen Lösung Verwendung als osmotisches Laxans (Abführmittel). Teilweise wird das Mittel auch zur Darmreinigung vor Diäten oder Fastenkuren verwendet. Die Wirkung tritt ca. 30 - 90 Minuten nach der Einnahme ein und beruht auf den osmotisch aktiven Sulfat-Anionen, die das Wasser des Speisebreis im Darmlumen zurückhalten.

Die Wirkung ist abhängig von der gewählten Konzentration der Lösung. Bei längerer Einnahme kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen, da vom Darm große Mengen Natriumionen aufgenommen werden. Sie führen zur Flüssigkeitsretention im Körper und können Ödeme oder Hypertonie auslösen. Die Verwendung von Glaubersalz ist deshalb teilweise umstritten.

Neben seiner Wirkung als Laxans besitzt Glaubersalz choleretische Effekte.

Fachgebiete: Arzneimittel

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