Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Motilitätsstörung

Synonym: Dysmotilität

1 Definition

Motilitätsstörungen sind Störungen des physiologischen Bewegungsmusters der Verdauungsorgane.

2 Hintergrund

Der Verdauungstrakt weist in seinem gesamten Verlauf glatte Muskulatur in seiner Wand auf. Entsprechend können fast alle Abschnitte von Motilitätsstörungen betroffen sein, also

Klinisch gesehen spielen Motilitätsstörungen des Ösophagus, des Magens, des Colons und des Rektums die größte Rolle.

3 Einteilung

3.1 ...nach Art der Störung

Motilitätsstörungen können entweder durch eine verringerte oder eine gesteigerte Motilität zustande kommen. Entsprechend unterscheidet man:

3.2 ..nach Ursache der Störung

  • primäre Motilitätsstörungen: Motilitätsstörungen als eigenständiges Phänomen
  • sekundäre Motilitätsstörungen: Motilitätsstörungen aufgrund anderer Grunderkrankungen

4 Krankheitsbilder

5 Diagnostik

Die Diagnose von Motilitätsstörungen ist aufwändig, da es nicht um die einfache bildliche Darstellung, sondern um die funktionelle Bewertung von Darmbewegungen geht.

5.1 Manometrie

Die Methode der Wahl ist die Manometrie, die aber nur in geeigneten Darmabschnitten zur Anwendung kommt. Man unterscheidet:

Die Barostat-Technik erlaubt diagnostische Aussagen über die Zusammenhänge von Volumen und Druck mit Hilfe eines intraluminalen Ballons im Rektum. Durch die langsame Entfaltung des Ballons werden die Füllungswahrnehmung des Patienten und der Defäkationsreflex geprüft.

5.2 Durchleuchtung

Darüber hinaus ermöglicht die dynamische Röntgenbilddarstellung (Durchleuchtung) unter Verwendung von Kontrastmitteln eine qualitative Aussage über das Bewegungsverhalten einzelner Abschnitte des Verdauungstrakts.

6 Therapie

Die Therapie ist abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild. Sie kann diätetische Maßnahmen, Medikamente (z.B. Prokinetika) und invasive Eingriffe umfassen.

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