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Migräne mit Aura

Synonym: klassische Migräne

1 Definition

Unter einer Migräne mit Aura versteht man eine Migräne, die durch reversible neurologische Symptome - meist in Form von Sehstörungen - gekennzeichnet ist.

2 Hintergrund

Die Aura leitet typischerweise den Migränekopfschmerz ein bzw. geht ihm in einem Abstand von bis zu 60 Minuten voraus. Die anschließende Kopfschmerzphase kann jedoch auch vollständig fehlen. Bei den Erscheinungen der Aura handelt sich um reversible Störungen, die im Durchschnitt 20–30 Minuten, selten länger als eine Stunde anhalten. Der Kopfschmerz selbst kann wiederum von den typischen Begleitsymptomen, wie Nausea, Erbrechen, sowie gesteigerter Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet sein kann.

Die Aura kann interindividuell sehr unterschiedliche Formen annehmen. Häufig treten Gesichtsfeldausfälle, Skotome, Lichtblitze, Flimmern oder abstrakte Farb- und Formwahrnehmungen auf. Daneben werden Sensibilitätsstörungen in Form von Dysästhesien mit Kribbeln oder Taubheitsgefühl beschrieben. Gelegentlich kann es auch zu Sprachstörungen und motorischen Störungen mit Lähmungserscheinungen kommen.

3 Diagnosekriterien

Nach den Kriterien der International Headache Society (IHS) wird von einer Migräne mit Aura gesprochen, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Auftreten vollständig reversibler Seh-, Gefühls- oder Sprachstörungen
  • Langsame Entwicklung der Aurasymptome mit einer Dauer von 5-60 min.

Fachgebiete: Neurologie

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