Masern-Virus
Synonym: Morbillivirus
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1 Definition [bearbeiten]
Das Masern-Virus ist ein humanpathogenes Virus aus der Gruppe der Paramyxoviren, genauer gesagt aus der Gattung der Morbilliviren. Es ist der Erreger der Masern.
2 Eigenschaften [bearbeiten]
Das Masern-Virus ist ein RNS-Virus mit (-)-Strang-RNA. Es weist auf der Virushülle Hämagglutinine und Adhäsionsproteine auf. Sein Durchmesser beträgt 150 nm.
Das Virusreservoir ist der infizierte Mensch. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt aerogen.
3 Epidemiologie [bearbeiten]
Die Masern treten in Epidemien unter nicht geimpften Personen auf. Das Virus ist extrem kontagiös, sodass bei Kontakt zwischen zwei Menschen fast immer eine Ansteckung erfolgt. Die Ansteckung führt dabei fast immer zum Ausbruch der Masern.
4 Pathogenese [bearbeiten]
Das Masern-Virus infiziert zunächst das respiratorische Flimmerepithel und breitet sich per continuitatem in die Blutbahn aus. Über das Blut werden Makrophagen und Endothelzellen infiziert. Durch Zerstörung der dendritischen Zellen und Beeinträchtigung der Signaltransduktionswege, vor allem in T-Lymphozyten, wird das Immunsystem Erkrankter erheblich geschwächt.
Dadurch kann es als Komplikation leicht zu bakteriellen Superinfektionen kommen, häufigste Komplikation ist die Pneumonie, gefolgt von der Otitis media. Gefürchtet ist die postinfektiös auftretende Masern-Enzephalitis.
Selten kann bei einem vorliegenden Immundefekt auch die gefürchtete subakute sklerosierende Panenzephalitis auftreten.
5 Impfung [bearbeiten]
Eine Impfung gegen das Masern-Virus in Form der MMR-Schutzimpfung wird von der STIKO empfohlen.
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![]() | Del animal al humano - las enfermedades escondidas 25.06.2010, DocCheck TV Redaktion Dauer: 08:00 min |






