Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Magnozelluläres System

Synonym: M-System
Englisch: magnocellular system

1 Definition

Als magnozelluläres System bezeichnet man schnell leitende Neurone der Retina und des Corpus geniculatum laterale, die in erster Linie für die Bewegungs- und Umrisswahrnehmung verantwortlich sind.

2 Physiologie

Um einen visuellen Eindruck verarbeiten zu können, nutzt die Retina 3 verschiedene Ganglienzelltypen: Das magnozelluläre, parvozelluläre und koniozelluläre System.

Das magnozelluläre System (M-System) ist ein Netzwerk aus Neuronen, das sich durch besonders große Zellen (lat. magnus - groß) und schnell leitende Axone auszeichnet. Es macht etwa 10% der retinalen Ganglienzellen aus und empfängt seine elektrischen Signale vor allem von den Stäbchen. Das System zieht sich als M-Bahn von der Netzhaut über die Sehbahn zum primären visuellen Cortex, danach weiter über das occipito-parietale System bis hin zu motorischen Arealen.

Das magnozelluläre System ist auf die Erfassung von Bewegung, Objektentfernung sowie Helligkeitskontrasten spezialisiert.

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