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Liponamid

1 Definition

Als Liponamid wird α-Liponsäure bezeichnet, die über eine Amidbindung fest an ein Enzym gebunden ist. Als Coenzym ist Liponamid an der Übertragung von Elektronen, Wasserstoff und Acylgruppen beteiligt. Es gehört zur Gruppe der Redoxcoenzyme. Die Amidbindung wird über die Carboxylgruppe der Liponsäure und einen Lysinrest des Enzyms gebildet.

2 Biochemie

Liponamid ist an oxidativen Decarboxylierungen beteiligt. Das Coenzym überträgt dabei Acylgruppen von einem Substrat auf Coenzym A. Während dieses Transfers findet gleichzeitg eine Oxidation statt und das Liponamid nimmt zwei Elektronen und zwei Wasserstoffatome auf. Dabei wird eine Disulfidbrücke im Coenzym reduziert und es entsteht Dihydroliponamid.

Liponamid ist typischerweise Coenzym von großen Enzymkomplexen wie der Pyruvatdehydrogenase und dem Alpha-Ketoglutarat-Dehydrogenase-Komplex, an denen mehrere Reaktionen an verschiedenen aktiven Zentren katalysiert werden. Durch seine lange Struktur kann es zwischen den Zentren wechseln, obwohl es kovalent an ein Protein gebunden ist.

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Fachgebiete: Biochemie

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