Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.

Lichen myxedematosus

Synonym: Mucinosis papulosa seu lichenoides, Myxodermia papulosa

1 Definition

Unter dem Begriff Lichen myxedematosus versteht man eine seltene, durch die Proliferation von Fibroblasten und die Anreicherung von Mukopolysacchariden gekennzeichnete, Hauterkrankung.

2 Epidemiologie und Ätiologie

Diese nur selten anzutreffende Dermatose tritt am häufigsten zwischem dem 30. und 70. Lebensjahr auf. Das Erkrankungsrisiko ist unabhängig von Rasse und Geschlecht. Die Ätiologie ist nachwievor unbekannt. Eine Assoziation zu Schilddrüsenerkrankungen besteht nicht.

3 Symptomatik

Betroffene Hautbereiche sind vor allem die Arme, der Rumpf und die Oberschenkel. Folgende Formen können unterschieden werden:

  • eine diskret papulöse Form
  • eine lokalisierte Form
  • eine generalisierte Form mit Plaques
  • eine eruptive Form mit urtikariellen Plaques und Noduli

Fakultativ finden sich Leberfunktionsstörungen und Plasmazellinfiltration als Begleiterscheinungen.

4 Diagnostik

Charakteristisch sind Papeln auf verdickter, aber verschieblicher Haut. Im Labor findet sich eine IgG-Paraproteinämie.

5 Histopathologie

Der Nachweis einer Fibromuzinose in der histopathologischen Untersuchung sichert die Diagnose.

6 Therapie

Der Lichen myxedematosus wird topisch und systemisch behandelt.

Zur lokalen Behandlung werden intraläsional Hyaluronidase oder Glukokortikoide-Kristallsuspensionen injeziert.

Systemisch werden mit Glukokortikoiden und Immunsuppressiva gute Erfolge erzielt. Der Behandlungserfolg ist insgesamt gesehen leider enttäuschend.

Fachgebiete: Dermatologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

3 Wertungen (3.33 ø)
Teilen

4.232 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
DocCheck folgen: