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Leydig-Zelle

(Weitergeleitet von Leydigsche Zwischenzelle)

nach dem Würzburger Anatom Franz von Leydig (1821-1908)
Synonym: Leydig-Zwischenzelle, Leydig-Interstitialzelle
Englisch: Leydig's cells

1 Definition

Die Leydig-Zellen sind die wichtigsten interstitiellen Zellen des Hodens. Sie machen 10-20% der Organmasse des Hodens aus.

2 Histologie

Die Leydig-Zellen sind große, azidophile Zellen. Sie besitzen einen hellen und rundlichen Zellkern sowie zahlreiche Mitochondrien. Sie liegen gruppenweise zwischen den Samenkanälchen (Tubuli seminiferi contorti) im Hodenbindegewebe, meist in der Nähe von Kapillaren.

Intrazellulär weisen Leydig-Zellen Lipidtröpfchen, tubuläre Mitochondrien und viel glattes endoplasmatisches Retikulum auf. Dies gilt als Zeichen der Produktion von Steroidhormonen. Zusätzlich können sogenannte Reinke-Kristalle aus kristallinen Protein-Aggregaten im Zytoplasma sichtbar sein. Die genaue Funktion dieser Kristalle ist unbekannt, vermutlich entstehen sie jedoch als Abfallprodukt.

3 Funktion

Die wichtigste Funktion der Leydig-Zellen ist die Testosteronsynthese. Die Leydig-Zellen werden durch das luteinisierende Hormon (LH) stimuliert. Durch das von ihnen gebildete Testosteron wird, im Sinne einer negativen Rückkopplung, die LH-Freisetzung im Hypophysenvorderlappen gehemmt.

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Fachgebiete: Histologie

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