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Leucin

Synonyme: Leuzin, Leukin
Abkürzungen: Leu, L
Englisch: leucine

1 Definition

Leucin ist eine aliphatische Aminosäure mit dem chemischen Namen α-Aminoisocapronsäure. Ihr charakteristisches Strukturmerkmal ist eine verzweigte Kohlenwasserstoffkette, Leucin ist also eine verzweigtkettige Aminosäure (BCAA).

2 Chemie

Leucin hat die Summenformel C6H13NO2 und eine molare Masse von 131,18 g/mol.

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3 Metabolismus

Der menschliche Organismus ist nicht in der Lage, Leucin zu synthetisieren und muss die essentielle Aminosäure über die Nahrung aufnehmen; die erforderliche Tagesdosis beträgt etwa 2,2 g.
Der Körper baut Leucin über den Fettsäurestoffwechsel ab und scheidet sie in geringem Maße auch unverändert über Harn und Schweiß aus.

4 Bedeutung

Leucin ist wichtiger Bestandteil vieler Proteine, besonders seine hydrophobe Beschaffenheit dient der Ausbildung der Sekundärstruktur. Daneben kommt die Aminosäure in den meisten Körperflüssigkeiten, Plasma, Milch, Liquor und Speichel vor.

5 Pathophysiologie

Im Rahmen einer Hyperaminoazidurie können die Isoleucin-Spiegel im Blut bis zu 10-fach erhöht sein; daneben kommen Abbauprodukte wie Isovaleriansäure bei einer Isovalerianazidämie verstärkt im Plasma vor.
Transport- und Resorptionsstörungen des Leucinskönnen in Form des Hartnup-Syndroms schwere Krankheitssymptome bedingen, Abbaustörungen durch einen Mangel des Enzyms α-Ketosäuredecarboxylase führen zur sogenannten Ahornsirup-Krankheit.

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