Laminarin
Synonym: Laminaran
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1 Definition
Laminarin ist ein zu den (1→3)-β-D-Glucanen zählendes Polysaccharid, dass u. a. in der Humanmedizin modifiziert als Antikoagulans, sowie als Therapeutikum gegen nervöse Verstimmungen verabreicht wird. Laminarin wird ausschließlich aus der Natur gewonnen, wo es sehr häufig in bestimmten Algenarten zu finden ist.
2 Chemie
Das Polysaccharid Laminarin besitzt die chemische Summenformel
- C18H32O16
und liegt bei Zimmertemperatur als beigefarbenes Pulver vor. Es existiert eine wasserunlösliche und eine wasserlösliche Form der Verbindung.
3 Vorkommen
Laminarin kommt als natürliche Substanz in Braun- und Kieselalgen vor. Ihnen dient das Molekül als Energiespeicher. Damit übernimmt es die Funktion der Stärke bei an Land lebenden Pflanzen. In Braunalgen wurden zahlreiche verschiedene Unterarten des Laminarins gefunden, darunter wasserlösliche und wasserunlösliche Vertreter. Die Verzweigung der Zuckerkette bestimmt über das Löslichkeitsverhalten in Wasser. Dabei gilt der Grundsatz: Je weniger verzweigt die Glucosekette des Moleküls, desto leichter löslich ist sie.
4 Isolierung
Eine chemische Synthese ist bisher weder bekannt, noch notwendig, da Laminarin in großen Mengen aus Fingertang – einer Braunalgenart – gewonnen werden kann.
5 Biologische Bedeutung
Bei vielen Tieren löst Laminarin eine Aktivierung des Immunsystems aus.
6 Medizinische Bedeutung
Laminarin besitzt eine Blutgerinnungs-hemmende Wirkung und kann bei nervlich bedingter Schlaflosigkeit eingenommen werden.
Tags: Alge, Antikoagulans, Nervosität
Fachgebiete: Naturheilkunde
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