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Kreuzbandruptur

(Weitergeleitet von Kreuzbandläsion)

Synonyme: Kreuzbandläsion, Kreuzbandriss, Kreuzbandschaden, KB-Ruptur
Englisch: cruciate ligament disruption

1 Definition

Unter einer Kreuzbandruptur versteht man eine teilweise oder vollständige Kontinuitätsunterbrechung, d.h. einen Riss, in der Faserstruktur des vorderen (VKB) oder hinteren Kreuzbands (HKB).

2 Einteilung

3 Ursachen

Ursache eines Kreuzbandrisses ist in der Regel ein indirektes, seltener ein direktes Trauma, bei dem die Dehnungsreserve des Bandes überschritten wird. Dabei handelt es sich zum überwiegenden Teil um Sportverletzungen, bei denen die beiden Gelenkpartner des Kniegelenks, die Tibia und das Femur, gegeneinander verschoben werden.

Aufgrund der hohen Kräfte, die notwendig sind, um eine Ruptur des Kreuzbands hervorzurufen, ist die KB-Ruptur in der Regel mit Knorpeldefekten oder sogar osteochondralen Defekten (z.B. Segond-Fraktur, reverse Segond-Fraktur) vergesellschaftet. Kombinationsverletzungen mit anderen Gelenkstrukturen des Kniegelenks, wie den Menisken oder den Seitenbändern sind häufig. Ein Beispiel dafür ist die so genannte "Unhappy Triad".

4 Symptome

In der Akutphase Schmerzen, Schwellung mit Ergussbildung und Bewegungseinschränkung. Nach verheilter Ruptur Schmerzen nach länger Belastung, Instabilität des Kniegelenks und Giving-way-Phänomen.

5 Diagnose

Eine vordere Kreuzbandruptur kann mit dem sogenannten Lachman-Test schnell und sicher diagostiziert werden. Weitere klinische Untersuchungsmethoden sind der Schubladentest und (seltener) der Pivot-Shift-Test.

6 Therapie

Die Therapie kann je nach Indikation sowohl konservativ als auch chirurgisch (minimalinvasiv mittels Arthroskopie) erfolgen.

Eine mögliche Komplikation/Spätfolge ist die Kniegelenksarthrose.

6.1 Konservativ

Oft kann eine ausreichende Stabilität in 6 Wochen erreicht werden durch:

6.2 Healing-Response

Durch das Healing-Response-Verfahren (nach Richard Steadman) kann bei frischen Rupturen des vorderen Kreuzbandes eine ca. 80%ige Erfolgsrate erzielt werden. Hierbei wird das Knochenmark im Kreuzbandbereich punktiert, so dass Stammzellen austreten und sich im weiteren Verlauf der konservativen Behandlung zu Fibroblasten (Tendinozyten) ausdifferenzieren können.

6.3 Chirurgisch

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