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Komplikationen der Zirkumzision

Die Zirkumzision, die operative Entfernung der männlichen Vorhaut, stellt die am häufigsten durchgeführte Operation an männlichen Kindern in Deutschland dar. Laut den Ergebnissen des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS), das in den Jahren 2003 bis 2007 durchgeführt wurde, waren in Deutschland circa 9,9% der männlichen Jugendlichen ohne Migrationshintergrund beschnitten.[1]

1 Komplikationsrate

1.1 Häufigkeit der Komplikationen während oder kurze Zeit nach der Operation

Die exakte Komplikationsrate der Zirkumzision ist unbekannt. In prospektiven Studien wurden Raten für kurzfristige Komplikationen von 4% bis zu 55% festgestellt. Das spiegelt die verschiedenen und variierenden Diagnosekriterien wieder, die angewandt wurden. Williams und Kapilla in ihrem häufig zitierten Standardwerk über die Komplikationen der Zirkumzision nennen als "realistischen Wert" eine Komplikationsrate von 2 bis 10%.[2][3]

In diesem Wert sind jedoch Langzeit-Komplikationen, die sich erst im späteren Leben im Rahmen der körperlichen Entwicklung zeigen, nicht mitenthalten.

1.2 Häufigkeit der Komplikationen unter Berücksichtigung von Komplikationen im späteren Leben

Werden späte Komplikationen der Zirkumzision, die sich erst Jahre nach der Operation manifestieren können, mitberücksichtigt, ist die Komplikationsrate signifikant höher.[4][5][6] Prospektive Studien, die auch späte Komplikationen berücksichtigen und Knaben auch einen längeren Zeitraum nach ihrer Zirkumzision untersuchten, nennen Komplikationsraten von 14%[5] bis zu 69%[6]

2 Komplikationen

2.1 Blutungen

Eine Komplikation, die Folge eines jeden chirurgischen Eingriffs sein kann, sind Blutungen. Blutungen sind eine häufige Komplikation infolge Zirkumzisionen.[7][8][9] Die schlimmsten Fälle von Blutungen (die zu Bluttransfusionen oder zum Tod führen) während oder nach der Zirkumzision, treten zumeist bei Jungen auf, die an einer zugrundeliegenden hämorrhagischen Diathese leiden. Deshalb ist es entscheidend, spezifisch nach Blutungsstörungen in der Familiengeschichte zu fragen, bevor der Eingriff in Erwägung gezogen wird.

2.2 Infektionen

Infektionen können, wie nach jedem chirurgischen Eingriff, nach der Zirkumzision auftreten. Für Infektionen infolge der Zirkumzision werden in der Literatur Häufigkeiten von 8,5% [9] bzw. 10%[10] angegeben.

Da Neugeborene relativ immunschwach sind, können Infektionen in dieser Altersgruppe zu schwerwiegenden Problemen führen. Obwohl sie selten auftreten, wurden auch schwerwiegende Infektionen als Folge von Beschneidungen dokumentiert, einschließlich Fälle von nekrotisierender Fasziitis[11], staphylogenem Lyell-Syndrom[12][13], Gangrän und Meningitis (Hirnhautentzündung)[14]. Einige dieser Infektionen führten zu schwerwiegenden permanenten Schäden oder Todesfällen.[15][14]

2.3 Übermäßige Gewebsentfernung

Die übermäßige Entfernung von Penishhaut ist eine mögliche Komplikation der der Zirkumzision.[16][17] Die Mehrheit der Fälle übermäßiger Hautentfernung kann konservativ behandelt werden,[16][18] je nach Schweregrad der Komplikation und Alter des Patienten kann jedoch zur Therapie eine Hauttransplantation notwendig werden.[19]

2.4 Inklusionszysten

Eine Zyste ist ein abnormal abgeschlossener Gewebehohlraum, der Flüssigkeiten oder auch festes Material enthält. Gelegentlich können entlang der Vorhautrestes am zirkulären Schnittbereich Zysten bilden.[20]

Zysten entstehen vermutlich durch Einlagerung von Epidermis oder Smegma in der Zirkumzisionswunde. Einiger dieser Zysten können beträchtliche Ausmaße annehmen. Selbst kleine Zysten können sich entzünden und so zu einer wesentlichen Krankheitsursache werden.

2.5 Meatitis

Die Meatitis, die Entzündung der Harnröhrenöffnung (Meatus urethrae), ist eine häufige Begleiterscheinung der Beschneidung, die ebenfalls als Komplikation gesehen werden kann. Für die Meatitis werden in der Literatur Häufigkeiten zwischen 8 und 31 Prozent angegeben. [21][22][8] Das Risiko für eine Meatitis und ist dann besonders hoch, wenn das Kind zum Zeitpunkt der Beschneidung noch Windeln trägt. [23]

2.6 Meatusstenose

Als Meatusstenose wird die Verengung der Harnröhrenöffnung bezeichnet.

Meatusstenosen sind in der Regel eine direkte Konsequenz der Beschneidung und werden bei nichtbeschnittenen Jungen und Männern nur sehr selten beobachtet.[24]

Eine Meatusstenose bei Kindern entsteht häufig durch die Reizung der Harnröhrenöffnung durch Ammoniak, der sich in feuchten, durchnässten Windel bilden kann. Solch eine Reizung ist bei nichtbeschnittenen Jungen unwahrscheinlich, weil die Eichel durch die Vorhaut vor solch reizenden Stoffen geschützt ist.[23][25]

Die bislang einzige Studie, bei der ausschließlich die Häufigkeit von Meatusstenosen infolge der Zirkumzision untersucht wurde, stellte eine Meatusstenose-Häufigkeit von 7,3% fest.[24]

Zur Therapie der Meatusstenose ist eine weiterer operativer Eingriff nötig. Häufig ist eine Schlitzung der Harnröhrenöffnung, eine sogenannte Meatotonie ausreichend.[25] Im Falle von hochgradigen Verengungen kann jedoch eine operative Rekonstruktion der Harnröhrenöffnung, die sogenannte Meatusplastik, notwendig sein.

2.7 Harnverhaltung

Harnverhaltung (Unfähigkeit zur Blasenentleerung) ist eine weitere Komplikation der Zirkumzision. Eine Harnverhaltung infolge einer Zirkumzision wird meist durch einen zu engen Verband verursacht und lässt sich einfach durch die Entfernung des Verbandes behandeln.[26][27][7][16]

Wird eine Bonozintinktur als Teil des Verbandes verwendet, kann diese die Harnröhrenöffnung blockieren und so eine Harnverhaltung verursachen.[28]

2.8 Phimose

Der Zustand einer nichtzurückziehbaren Vorhaut ist bei Kindern tatsächlich vollkommen normal, da bei der Geburt die Vorhaut mit der Eichel fest verklebt ist und sich erst im Verlauf des weiteren Lebens in einem individuell unterschiedlichen Zeitraum von der Eichel ablöst – ein Vorgang, der bei manchen Jungen bis zum Abschluss der Pubertät andauern kann. [29] Dennoch werden häufig Zirkumzision durchgeführt um diesen Zustand zu "korrigieren". Ironischerweise kann die Zirkumzision sogar selbst eine Phimose verursachen, wenn der Vorhautrest sich mit dem Schaft wiederverklebt.[30]

Wenn ungenügend äußere Haut und ungenügend innere Vorhaut entfernt wurde, und wenn darüber hinaus die neue Öffnung der Restvorhaut fibrotisch wird, kann eine erworbene pathologische Phimose entstehen, die in diesem Fall auch als Postzirkumzisionpshimose bezeichnet wird. Diese Komplikation kann ihrerseits eine Harnröhrenobstruktion bedingen.

Für die beschneidungsbedingte Phimose werden in der Literatur eine Häufigkeit von 2,9% angegeben. [30]Diese Rate von 2,9% liegt über der natürlichen Prävalenz (Häufigkeit) einer behandlungsbedürftigen pathologischen Phimose in der männlichen Bevölkerung. Nur 1,5 % der dänischen Jungen bedurften bis zu ihrem 15. Geburtstag - wegen irgendeines Vorhautproblem – vor der Entwicklung und Verbreitung konservativer Behandlungsmethoden– einer Zirkumzision[31]

2.9 Hautbrücken und Verwachsungen

Die Bildung von Verwachsungen, unter anderen in Form von Hautbrücken zwischen Penisschaft und Eiche, ist eine häufige Komplikation der Zirkumzision.[23][32]

Vorhautverwachsungen entstehen häufig als Resultat einer unzureichende Lösungen dieser natürlichen Verklebung zwischen Penis und Eichel vor der Zirkumzision: Bei der Geburt ist es normal, dass Eichel und Vorhaut miteinander fest verklebt sind –die Ablösung dieser Verklebung ist ein Entwicklungsprozess, der bis weit in die Pubertät hinein andauern kann. (Bei manchen Jungen ist dieser Prozess nicht vor der Geschlechtsreife abgeschlossen.) Während der Zirkumzision von kleinen Jungen ist es daher notwendig, diese Verklebung zwischen Eichel und Vorhaut gewaltsam auseinanderzureißen, damit die Vorhaut komplett entfernt werden kann. Werden diese natürlichen Verklebungen nicht vollständig entfernt, kann während der Heilung der Vorhautrest sich erneut mit der Eichel verkleben und feste Verklebungen können entstehen.

Eine besondere Form beschneidungsbedingter Verwachsungen sind Hautbrücken. Hautbrücken sind Hautbereiche, die sich vom Rand der Restvorhaut bis auf die Eichel erstrecken und einen Hohlraum umschließen. Diese entstehen dadurch, dass während der Heilung die zirkumferentielle Schnittwunde der Restvorhaut sich mit einer Stelle auf der Eichel verklebt.

Solche Verwachsungen und Hautbrücken können nicht nur als unästhetisch empfunden werden, sondern können auch gesundheitliche Probleme verursachen. Wenn Verwachsungen Hohlräume umschließen, können sich darin leicht Smegma oder Bakterien ansammeln, was Infektionen begünstigt. Außerdem können Verwachsungen, wenn es sich dabei um eine Hautbrücken handelt, beim erigierten Penis wie eine Spannleine wirken, die Schmerzen, eine Krümmung des Penis oder beides zusammen verursachen können.[33]

2.10 Hypospadie und Epispadie

Sowohl Hypospadien als auch Epispadien –normalerweise angeborene Fehlbildungen– können durch Zirkumzisionen versursacht werden. Diese Komplikationen treten auf, wenn bei der Beschneidung versehentlich die Harnröhre aufgeschlitzt wird.[34][23]

2.11 Harnröhrenfisteln

Als Komplikation der Zirkumzision können sich eine oder mehrere neue Harnröhrenöffnungen, sogenannte Fisteln, bilden.[35][36][37]

Harnröhrenfisteln entstehen, wenn die Harnröhre verletzt wird. Das Risiko hierfür ist erhöht, wenn auf der ventralen Oberfläche der Eichel oder des Penisschaftes genäht wird, da die Harnröhre in diesem Bereich sehr nah an der Haut liegt.[38][36] Die Behandlung muss individuell je nach Art dieser Komplikation durch einen urologischen Spezialisten erfolgen.

2.12 Amputation der Eichel

Amputationen der Eichel sind eine seltene, aber verheerende Komplikation der Zirkumzision.[39][40] Diese werden häufig in Zusammenhang mit der unsachgemäßen Verwendung der sogenannten Mogen-Klemme dokumentiert.[40][41]

Wenn diese Komplikation schnell genug erkannt wird, und das amputierte Stück (in einem Saline getränkten Schwamm) und der Patient sofort zu einem Kinderurologen gebracht werden, kann eine erfolgreiches Wiederannähen der Eichel möglich sein.

2.13 Nekrose

Die Nekrose (Gewebstod) und das Abfaulen der Eichel oder sogar des gesamten Penis wurden als Folge der Zirkumzision dokumentiert. Nekrose kann die Folge von Infektionen [42] oder der unsachgemäßen Verwendung von Elektraukautern zur Blutungsstillung sein.[43]

Im schlimmsten Falle kann es zum vollständigen Verlust des Penis kommen.[44]

Gearhart und Rock[44] beschrieben vier solcher Fälle, bei denen der Penis durch Elektrokauter-Unfälle so schwer geschädigt wurde, dass eine plastische Rekonstruktion des Penis als unmöglich befunden wurde und die betroffenen Kinder einer Geschlechtsumwandlung einschließlich einer Kastration unterzogen wurden.[44]

2.14 Lymphödeme

Lymphödeme können infolge der Zirkumzision auftreten, vor allem wenn es zur Wunddehiszenz (der Auftrennung der Wunde) kommt oder die Wunde infiziert wird.[7]

Die Behandlung dieser Komplikation ist individuell verschieden, jedoch kann eine Hauttransplantation zur Behandlung notwendig sein.

2.15 Komplikationen der Plastibell

Bei Zirkumzisionen mit einer Plastibell-Vorrichtung besteht die Gefahr, dass das Ring-Element der Plastibell-Vorrichtung proximal verrutscht, was gravierende körperliche Schäden einschließlich einer Kerbe im Penisschaft und der Nekrose der Eichel verursachen kann.[45][46][47][48][49] Eine weitere mögliche Folge eines verrutschten Plastibell-Rings ist die Blockierung des Harnröhrenöffnung, die ihrerseits zu schweren körperlichen Schäden bis hin zum Tod führen kann.[45]

Zur Vermeidung solcher Komplikationen, sollte der Plastikring, wenn er nach ein paar Tagen nicht von selbst abgefallen ist, entfernt werden. Aufgrund des Fremdkörpers, der einige Tage auf der Beschneidungswunde verbleibt, ist bei Zirkumzisionen nach der Plastibell-Methode das Risiko für Infektionen erhöht.[50]

2.16 Schmerzen beim Wasserlassen

Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie) oder Schwierigkeiten werden nach Zirkumzisionen sehr häufig beobachtet. Rund 60% aller beschnittenen Jungen leiden nach dem Eingriff an Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Aufgrund dieser hohen Inzidenz wird diese Folge der Zirkumzision nicht als Komplikation der Zirkumzision aufgefasst.

2.17 Tod

Tod kann die entweder die Folge von Blutungen oder Infektionen sein.[51][45] Es gibt kein Zentralregister beschneidungs-bedingter Todesfälle, weshalb die Todeshäufigkeit infolge der Beschneidung umstritten ist. Williams & Kapila (1993) bezeichnen Todesfälle als "selten." [2] Beschneidungsbedingte Todesfälle können der Blutung oder der Infektion zugeschrieben werden anstelle der zugrunde liegenden Beschneidung.

Konservativen Schätzungen zufolge sterben in den USA jedes Jahr mehr als 100 Jungen an den Folgen von Beschneidungen.[52]

3 Späte Komplikationen

3.1 Häufigkeit

Viele Komplikationen einer Beschneidung im Kindesalter können sich erst im späteren Leben manifestieren. Kein Arzt kann genau bestimmen, wie viel Haut er vom kindlichen Penis entfernen darf, damit der Jugendliche oder junge Mann später nicht unter Schmerzen oder Problemen leidet, wenn der Penis erstmal ausgewachsen ist.

Die Entwicklung des menschlichen Penis ist eine komplexe Folge von Ereignissen, die zu einem vollkommen individuellen Endergebnis führt: Es gibt keine zwei Penisse, die identisch wären, und eine erstaunliche Bandbreite an anatomischen Einzelheiten, die als normal betrachtet werden müssen. Eltern müssen dahingehend beruhigt werden, dass diese große Bandbreite des Normalen gibt. Jedoch ist es aus diesem Grunde unmöglich die funktionalen Resultate von chirurgischen Eingriffen an Säuglingen und Kleinkindern vorauszusehen. So werden Zirkumzisionen an Kindern mit dem Ziel durchgeführt, ein momentan annehmbares kosmetisches Resultat für ein sehr kleines Organ zu erzielen, das sich aber im Verlauf der körperlichen Entwicklung noch erheblich verändern wird. So erklärt der Neuseeländische Anatom und Histologe Ken Mcgrath, Professor für Anatomie an der Auckland University of Technology mit Hinblick auf mögliche spätere Komplikationen von Beschneidungen im Kindesalter:

"Bedauerlicherweise scheint die Mehrheit jener, die chirurgische Eingriffe an den Penissen minderjähriger Jungen durchführen, kein Interesse daran zu haben, das Ergebnis nachzuverfolgen, bis die körperliche Entwicklung des Organs abgeschlossen ist. Zugegeben, diese Nachuntersuchung umfasst eine Zeitspanne von mindestens einem Jahrzehnt, aber es wurden wenige Versuche einer Qualitätskontrolle unternommen und viele Jungen bleiben mit hochgradig geschädigten Penissen zurück. Das Endergebnis (nach Vollendung der körperlichen Entwicklung) der Zirkumzision stellt oft eine funktionale Beeinträchtigung dar und ist, und um es gelinde auszurücken, nur selten ordentlich."[53]

Der US-amerikanische Kinderarzt und Beschneidungsexperte Dr. med. Robert Van Howe erklärt:

"Der Chirurg kann, wenn er am kindlichen Penis operiert, die angemessene zu entfernende Hautmenge unmöglich genau abschätzen, weil der Penis sich mit zunehmenden Alter des Kindes noch beträchtlich verändern wird, sodass ein kleiner Unterschied zum Zeitpunkt der Operation sich in einen großen Unterschied beim beschnittenen Penis des Erwachsenden verwandelt."[6]

3.2 Verdrehung des Penis

Diese Komplikationen ist die Folge einer ungleichmäßigen Vorhautentfernung von der ventralen und dorsalen Seite.[20] Die Abheilung der asymmetrischen Beschneidungswunde führt dazu, dass die Glans sich verdreht. Eine chirurgische Korrektur ist notwendig.

3.3 Haariger Schaft

Die Entfernung von zu viel Haut im Rahmen einer "straffen" Beschneidung kann zu einem Hautmangel im späteren Leben führen. Während Erektionen, die schmerzhaft sein können, kann Haut vom Hodensack den Penisschaft heraufgezogen werden, um den Mangel an erforderlicher Penishaut auszugleichen. Ein haariger Schaft wird generell als unästhetisch empfunden und kann während des Geschlechtsverkehrs stören.

3.4 Schmerzhafte Erektionen

Die Vorhaut wächst generell langsamer als der restliche Penis, sodass der für den kindlichen Penis typische Vorhautrüssel bei intakten Jungen mit zunehmenden Alter sich meist zurückbildet, und bei beschnittenen Jungen die Beschneidung straffer wird. Eine zu straffe Beschneidung kann zu Schmerzen bei der Erektion führen.[54][55]

3.5 Anästhetische Komplikationen

Auch die Anästhesie oder deren Fehlen kann zu Komplikationen führen. Die Allgemeinanästhesie führt regelmäßig zu Todesfällen.[56] Wenn lokale Narkosemittel in den Corpus cavernosum penis (Penisschwellkörper) injiziert werden, können sie Gewebe verletzen und zur Impotenz führen. Darüber hinaus kann es zu spezifischen Unverträglichkeitsreaktionen und Überdosierungen kommen. Narkoselösungen, die Epinephrin enthalten, können systemische Vergiftungen verursachen.[57]

Die Beschneidung neugeborener Jungen ohne oder mit nur unzureichender Betäubung führt zu verringerten Po2-werten (Blutsauerstoffwerten),[58] erhöhten Pulsraten und einem erhöhten Kortisol-spiegel[59][60][61] -- allesamt Indikatoren für extreme Schmerzen. Noch mindestens 6 Monate nach dem Eingriff können stärker als gewöhnlich Verhaltensauffälligkeiten beobachtet werden, z. B. wenn diese eine Injektion verabreicht bekommen.[62] Beschnittene Knaben weisen eine geringere Schmerzhemmschwelle auf als Mädchen oder intakte (nichtbeschnittene) Jungen auf.[62]

4 Psychologische Komplikationen und Folgen

4.1 Allgemein

Die Beschneidung birgt ein Risiko für bewusste oder unbewusste Operationstraumata und damit verbundende dauerhafte psychische Schäden.[63][64]

Generell haben chirurgische Eingriffe eine traumatische Wirkung auf Kinder. Dies gilt besonders für Eingriffe an psychisch hoch besetzten Körperteilen wie dem Penis. Seitens Psychiater und Psychologen bestehen zunehmende Bedenken hinsichtlich der Beschneidung von Kindern und deren psychischen Negativfolgen.[65][66][67]

Untersuchungen über die psychischen Folgen der Beschneidung im Kindealter sind zwar rar, doch die wenigen Studien, die durchgeführt wurden, kamen alle einheitlich zu dem Ergebnis, dass dieser Eingriff eine schädigende Wirkung auf die Psyche und psychische Gesundheit des Kindes hat. [67][65][66][68][69][70]

4.2 Posttraumatische Belastungsstörung und Zirkumzision von Kindern

Bereits 1945 stellte der Psychiater Daniel Levy in seiner Studie über die psychische Auswirkungen von Operation bei Kindern fest, dass viele Kinder infolge operativen Eingriffen einschließlich Beschneidungen an Kampfeurose litten – heute als Posttraumatische Belastungsstörung bezeichnet. Er stellte ferner fest, dass gerade Operationen am Penis ein besonders hohes Risiko für psychische Traumata bargen.[63]

Die Vermutung, dass ein Zusammenhang zwischen Beschneidung und dem Auftreten einer PTBS besteht, wird von Boyle et al. (2002) in ihrer Studie bestätigt.[71][66] In der besagten Studie wurden 1577 philippinische Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren vor und nach einer Beschneidung (die entweder mit oder ohne Lokalanästhetikum durchgeführt wurde) beobachtet. Vor dem Eingriff wurde sichergestellt, dass nur Jungen in die Studie aufgenommen wurden, die keine PTBS (nach DSM-IV) aufwiesen. Nach dem Eingriff wurde bei 50 %, der medizinisch (mit Betäubung) und 69 % der rituell (ohne Betäubung) beschnittenen Jungen eine PTBS nach DSM-IV Kriterien festgestellt.[71]

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) stellt eine der schwersten psychischen Erkrankungen überhaupt dar und kennzeichnet sich vor allem durch ein wiederkehrendes Durchleben des Traumas, die Abkapselung und den Verlust des Bezugs zur Umwelt sowie möglicherweise starke Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Gedächtnisverlust oder Symptome, die das Erlebte symbolisieren oder die traumatische Handlung ähneln.

In einer Studie von Gemmell and Boyle's (2001) stellten die Autoren fest, dass sich die Zirkumzision auf vielfältige Weise negativ auf die Psyche auswirkt. Sie fanden heraus, dass im Vergleich mit genital intakten Männern, zirkumzidierte Männer häufiger unglücklich mit ihrer Zustand waren, und starke Wut und Traurigkeit empfanden und sich "unvollständig", "betrogen", "frustriert", "abnorm", und "missbraucht" fühlten. Sie stellten ebenfalls fest, dass beschnittene Männer ein geringeres Selbstwertgefühl hatten als intakte Studienteilnehmer.[72]

Selbst Beschneidungen, die an Jungen im Säuglingsalter, vor Beginn der verbalen Erinnerung, vorgenommen werden, können Ursache psychischer Schäden einschließlich posttraumatischer Belastungsstörungen sein.[67]

5 Ärzteverbände

Auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Literatur zur Häufigkeit und Art der Komplikationen, die mit der Zirkumzision einhergehen können, haben Ärzteverbände und medizinisch-wissenschaftliche Fachverbände offizielle Erklärungen über die Komplikationen infolge der Zirkumzision veröffentlicht.

5.1 British Association of Paediatric Urologists (Britischer Verband der Kinderurologen)

Die British Association of Paediatric Urologists erklärt in seiner nationalen Leitlinie zur Behandlung von Vorhauterkrankungen bezüglich der Komplikationen der Beschneidung:

„Zahlreiche Techniken wurden für die Zirkumzision beschrieben. Diese erfolgt entweder durch eine Freihand- oder Sleeve-Technik, unter Verwendung einer Klemme, oder einer Plastibell-Vorrichtung.
Zirkumzisionen, die in Krankenhäusern durchgeführt werden, haben eine statistisch geringere Komplikationsrate als Zirkumzisionen, die innerhalb der [religiösen] Gemeinschaft durchgeführt werden. Diese Komplikationen umfassen Blutungen, lokale Sepsis, meatale Verkrustungen oder Stenosen, Entfernung von zu viel oder zu wenig Haut, Verletzungen der Harnröhre, Amputationen der Eichel und Inklusionszsysten. Blutstauungen der Eichel als Folge der fehlenden Lösung des Plastibell-Rings sind wohl bekannt, und machen ein Entfernen des Rings erforderlich. Eine unangemessene Zirkumzision bei Vorliegen einer Penisfehlbildung wie etwa einer Hypospasdie kann zu langfristiger Morbidität führen.
In einer prospektiven Untersuchung von Zirkumzisionen, die in einem [westlichen] Krankenhaus durchgeführt wurden, stellten Griffith et al. folgende Komplikationen fest: Nässende Wunden bei 36%, Schmerzen länger als 7 Tage bei 26%, Infektionen, die eine Antibiotikabehandlung erforderten bei 8.5%, und Blutungen bei 1.5%.“[73]

5.2 Niederländischer Ärztebund

In einem gemeinsam mit der Niederländischen Gesellschaft für Urologie, der Niederländischen Gesellschaft für Kinderchirurgie und der Niederländischen Gesellschaft für Chirurgie veröffentlichen Positionspapier zur Jungenbeschneidung erklärt der Niederländische Ärztebund bezüglich der Komplikationen des Eingriffs:

„Den möglichen medizinischen Vorteilen steht eine große Anzahl an dokumentierten Komplikationen der Zirkumzision gegenüber: Infektionen, Blutungen, Sepsis, Nekrose, Fibrose, Harnwegsinfektunen, Menigitis, Herpes-Infektionen, Meatitis, Meatusstenose, Nekrose und nekrotisierende Komplikationen, die zur vollständigen Amputation des Penis geführt haben. Auch Todesfälle wurden dokumentiert.“ ...
Neben diesen direkten medizinischen Komplikationen, wurden auch psychologische Probleme und Komplikationen im Bereich der Sexualität dokumentiert. Auch extreme Schmerzerfahrungen bei Neugeborenen sind dokumentiert, die Verhaltensveränderungen verursachen, die noch Jahre später feststellbar sind. Auch auf die hohen gesellschaftlichen Kosten der Zirkumzision infolge der Komplikationen wird verwiesen.“[74]

6 Einzelnachweise

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